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Bei den für die Müllentsorgung und den Wertstoffhof zuständigen Kommunalen Betrieben Langen (KBL) wird das Geld knapp. Die Einnahmen gehen nach Auskunft des Magistrats zurück, da das Unternehmen für einige verwertbare Abfälle viel weniger Geld als noch vor einigen Monaten erhalte. Der Preis für Altpapier ist im 90 Prozent gefallen.

Langen

Abfall abliefern nur noch gegen Ausweis

Die globale Wirtschaftskrise wirkt sich auf den Müll in Langen aus. Der Preis für Altmetall und Altpapier ist abgestürzt, und diese Einnahmen fehlen den Kommunalen Betrieben. Das spüren auch die Bürger.

Von Achim Ritz

Bei den für die Müllentsorgung und den Wertstoffhof zuständigen Kommunalen Betrieben Langen (KBL) wird das Geld knapp. Die Einnahmen gehen nach Auskunft des Magistrats zurück, da das Unternehmen für einige verwertbare Abfälle viel weniger Geld als noch vor einigen Monaten erhalte.

Infolge der Wirtschaftskrise sei beispielsweise der Preis für Altmetall und Altpapier um rund 90 Prozent gesunken. Der Betriebsleiter der KBL und Chef der Stadtwerke, Manfred Pusdrowski, rechnet damit, dass sich die Einnahmen in diesem Jahr allein bei diesen beiden Wertstoffen um rund 200.000 Euro reduzieren werden.

Um die verminderten Einnahmen kompensieren zu können, wollen die Kommunalen Betriebe aber nicht sofort alle Gebühren erhöhen. Vielmehr soll es kleinere Veränderungen geben, die Geld in die Kasse spülen. Wer auf dem Wertstoffhof in der Liebigstraße künftig größere Mengen Sperrmüll oder Grünschnitt anliefert, soll dafür zahlen. Das schlagen die KBL den Stadtverordneten vor.

Kostenlos gebracht werden darf künftig pro Haushalt - und nur einmal am Tag - nur noch eine Kofferraumladung mit Gartenabfällen, Grünschnitt oder Sperrmüll. Das entspreche einem Volumen von rund 300 Litern. Was darüber hinaus geht, soll beim Sperrmüll vier Euro, bei altem Holz zwei Euro und bei Gartenabfällen einen Euro pro 100 Liter kosten. Pusdrowski glaubt, dass dadurch auf der Habenseite des Kontos rund 60.000 Euro mehr pro Jahr stehen.

Da die KBL festgestellt haben, dass 2008 ein Viertel mehr Sperrmüll als 2007 anfiel und beim Grünabfall gar 30 Prozent mehr, werden die Anlieferer auf dem Wertstoffhof künftig kontrolliert (Ausweis, Meldebescheinigung). Pusdrowski hofft, dass sich dadurch die Müllmenge reduzieren wird.

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