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Inzwischen ist die Zahl der Infizierten in dem Heim wieder stark zurückgegangen.
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Inzwischen ist die Zahl der Infizierten in dem Heim wieder stark zurückgegangen.

Simeonstift in Hainburg

25 Tote in Pflegeheim mit 164 Plätzen

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Die Lage im Agaplesion Simeonstift zeigt, wie verheerend Corona-Ausbrüche in Seniorenheimen sein können.

Die Bilanz ist brutal: Etwa jede sechste Bewohnerin und jeder sechste Bewohner sind im Agaplesion-Simeonstift, einem Altenheim in Hainburg, an oder mit Covid-19 gestorben.

25 Erkrankte seien inzwischen tot, teilt die Pressestelle des Trägers mit; es handelt sich um die HDV GmbH, die zu Agaplesion gehört, einem gemeinnützigen christlichen Konzern. Inzwischen leben nur noch 125 Menschen auf dem Gelände, das eigentlich für 164 Ältere ausgelegt ist.

Der Ausbruch in Hainburg war selbst angesichts der hohen Infektionszahlen im Kreis Offenbach außergewöhnlich – rund 70 Ältere und Beschäftigte wurden alleine am 21. Dezember 2020 positiv getestet. Die Zahl der Menschen, die sich insgesamt in dem Heim infiziert haben, dürfte noch viel höher sein. Während andere mit der Familie Weihnachten feierten, durchlebten die Menschen im Simeonstift dunkle Stunden.

Wie konnte sich das Virus ausgerechnet unter den Verletzlichsten so ausbreiten? Ein Gespräch mit der Heimleitung war aktuell nicht möglich, der Träger hat aber schriftlich mehrere Fragen beantwortet. Die ersten Infektionen, teilt er mit, seien Anfang Dezember bei zwei Mitarbeitenden im Laufe einer Routineuntersuchung festgestellt worden. Ob hier die Ursache für den Ausbruch liege, sei aber unklar. Die Bewohner:innen leben im Simeonstift gemeinsam in Wohnbereichen. Demente bewegten sich „teilweise ohne Maske, da sie die Maßnahmen nicht nachvollziehen können“.

„Wenn das Virus Einzug in eine Einrichtung gefunden hat, verbreitet es sich nach unseren Erfahrungen recht leicht“, schreibt die Kreisverwaltung. Inzwischen gilt in der Einrichtung ein striktes Besuchsverbot. Wegen des Personalausfalls helfen Ehrenamtliche und zehn Bundeswehrsoldaten mit, geben Essen aus, lesen vor, machen Schnelltests.

Anfang der Woche seien nur noch bei 14 Älteren und bei fünf Beschäftigten Infektionen festgestellt worden. 84 Personen seien geimpft, viele andere hätten wohl durch die Infektionen Antikörper. Die Impfbereitschaft sei „überdurchschnittlich“, so der Träger.

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