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Kreis hat drei neue Gasversorger

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Kosten verfünffachen sich

Main-Taunus - Die gute Nachricht, die Landrat Michael Cyriax (CDU) am Montagabend für den Kreistag hatte: Die Schulen, Sporthallen und Behördenräume des Kreises werden auch nach dem 1. Januar angenehm temperiert werden können. Wie berichtet hatte der bisherige, wie Cyriax betonte, „langjährige“ Gasversorger „sich nicht mehr in der Lage gesehen“, die großen Mengen Gas zur Verfügung zu stellen, die der Kreis benötigt, und den Vertrag mit diesem zum 1. Januar 2023 gekündigt. Dem Kreis sei es nach einer über Wochen und Monate erfolgten Anstrengung europaweiter Beschaffungsverfahren gelungen, mit drei sogenannten Losen, also unabhängig voneinander vergebenen Ausschreibungsteilen, „drei Vertragspartner an uns zu binden“.

Die schlechte Nachricht: „Die Preise haben sich nicht zu unserem Vorteil entwickelt“, machte der Landrat deutlich, was niemanden überraschen kann. Einkaufen muss der Kreis das Gas jetzt für 26,75 bis 28,16 Cent pro Kilowattstunde. Die ermäßigte Mehrwertsteuer sei hier schon eingerechnet, erläuterte Cyriax. Der Kreis müsse damit nun zu „Preisen, die uns nicht gefallen“, einkaufen, diese seien aber „der Marktsituation geschuldet“.

Da der Kreis in den Vorjahren einen Verbrauch von rund 45 Millionen Kilowattstunden per anno hatte, muss Kämmerer Cyriax im Haushaltsentwurf 2023 nun rund 12,3 Millionen Euro einstellen. Zum Vergleich: Im Haushalt 2022 waren 2,658 Millionen Euro für den Posten „Heizkosten, Treibstoffe“ veranschlagt worden. Für wie lange die Preise festgelegt sind und für wie lange sich der Kreis an die neuen Vertragspartner gebunden hat, teilte der Landrat allerdings nicht mit. babs

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