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Gross-Gerau

Zwei mögliche Standorte

Hat das Projekt Sportjugendherberge in Groß-Gerau eine Chance? Diese Frage wird jetzt der Aufsichtsrat des Deutschen Jugendherbergswerks, Landesverband Hessen, erörtern.

Ende des Monats wird sich vorentscheiden, ob das Projekt Sportjugendherberge in Groß-Gerau eine Chance hat. Dann befasst sich der Aufsichtsrat des Deutschen Jugendherbergswerks, Landesverband Hessen, damit.

Fast sah es vergangenen Herbst so aus, als wäre das Projekt Sportjugendherberge in der Kreisstadt gescheitert. Die Fraktionssprecher von Grünen und CDU hatten im Planungsausschuss klar signalisiert, dass sie den präsentierten Plänen einer Jugendherberge auf dem VfR-Gelände gegenüber den Beruflichen Schulen in der Darmstädter Straße nicht zustimmen könnten.

Seitdem ist einiges passiert: Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) ist auf Initiative der Stadt Rüsselsheim auch dort in Kontakt mit der Verwaltung, sagt Bob Tode, Vorstandsvorsitzender des DJH-Landesverbands Hessen. Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) setzte sich für eine Jugendherberge in seiner Stadt ein.

Informelles Treffen

Der Kontakt mit Groß-Gerau riss allerdings nicht ab. Auf Wunsch der Politik gab es ein informelles Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden, in dem eine Handvoll Modelle für die Sportjugendherberge gezeigt wurden. Dieses Gespräch sei konstruktiv und zukunftsweisend gewesen, bewertet Tode. Nun gebe es mit Rüsselsheim und Groß-Gerau zwei Alternativen, eine Jugendherberge am südlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets zu bauen. Das DJH prüfe derzeit gerade die Standortfaktoren und wolle diese Abwägungsbasis am 28. Februar in der Sitzung des zwölfköpfigen Aufsichtsrats erörtern. „Dann wird es eine Entscheidung über den Trend geben, aber noch keinen Beschluss“, so Bob Tode.

In Rüsselsheim habe sich noch kein politisches Gremium mit dem Thema befasst, Groß-Gerau habe da rund zwei Jahre Vorsprung. In Groß-Gerau sei wegen der Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen, die eine Mensa in der Herberge nutzen und Übernachtungsplätze für auswärtige Schüler schaffen möchten, und mit dem Sportverein VfR, der größere Turniere veranstalten könnte, die Grundauslastung des Hauses geklärt. Eine Jugendherberge in Rüsselsheim würde etwas kleiner und nicht in Richtung Sportler orientiert.

Kosten wesentlicher Punkt

Am ersten Standort ist mit Bahnlärm zu rechnen, am zweiten mit Fluglärm. In Rüsselsheim geht es um ein städtisches Grundstück, in Groß-Gerau um ein städtisches Areal, das an einen Verein verpachtet ist. Fürs DJH wesentlicher Punkt sind natürlich die Kosten. Theoretisch seien sogar zwei Jugendherbergen in der Region vorstellbar, „aber wir dürfen uns nicht verheben“, so Tode.

Das Modell, das in Groß-Gerau Akzeptanz finden könnte, sieht die Sportjugendherberge in der Darmstädter Straße gegenüber den Beruflichen Schulen vor – allerdings im Vergleich zum ursprünglichen Plan etwas weiter Richtung Innenstadt gerückt. Vorteil dieses Modells wäre, dass an der Ortseinfahrt kein großer Gebäudeklotz aufragte.

Flächen für Parkplätze gäbe es ausreichend. Was den (Fußgänger-)Verkehr betreffe, so gebe es auch heute schon durch den stark frequentierten Kiosk reichlich Bewegung, andererseits aber auch die Tempovorgabe von maximal 30 Stundenkilometern.

Auch könnte die Jugendherberge so weit ins Gelände geschoben werden, dass davor „so etwas wie ein Platz entstünde“ – für vorfahrende Busse oder für Gästegruppen. Dem VfR würde durch dadurch kaum Platz weggenommen. Der Verein wisse ja auch, dass die Jugendherberge ihm eine zusätzliche Auslastung des Sportfelds garantieren würde. (amt)

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