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Störche waren in der Fasanerie auch zu sehen.
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Störche waren in der Fasanerie auch zu sehen.

Tierpark in Groß-Gerau

Zukunft der Fasanerie ist ungewiss

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Tiergarten Fasanerie in Groß-Gerau steht vor der Schließung. Das Veterinäramt des Kreises hält den Trägerverein für unzuverlässig. Die Entscheidung der Behörde ist aber noch nicht rechtskräftig.

Das Veterinäramt des Kreises Groß-Gerau hat dem Tiergarten-Verein, der Träger des Tiergartens Fasanerie ist, die Erlaubnis verweigert, Tiere zur Schau zu stellen. Damit droht der Einrichtung die Schließung. Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (Grüne) und der Groß-Gerauer Bürgermeister Erhard Walther (CDU) beteuerten jedoch am Freitag im Kreishaus, sie seien nicht an einer Schließung interessiert.

Astheimer sagte, das Kreisveterinäramt halte jedoch den Trägerverein für unzuverlässig, weil fachliche Voraussetzungen nicht erfüllt seien. So seien immer wieder Vorgaben der Behörde etwa zum Tierschutz nicht oder nur schleppend beachtet worden. Offenbar gibt es insbesondere Vorbehalte gegen den Vereinsvorsitzenden Stephan Müller, einen gelernten Elektriker und Rettungsassistenten.

Schon vor acht Jahren, so räumte Veterinärdirektor Christian Schulze ein, hätte die Behörde eigentlich dem Verein die Erlaubnis zum Betrieb des Tierparks entziehen müssen, weil ein türkischer Tierarzt dort seither nicht mehr im Tierpark tätig ist. Dem Mann war einst die Erlaubnis für das Züchten und Halten von Tieren erteilt worden. Pikant ist jedoch, dass nach Darstellung des Vereinsvorsitzenden Müller die Behörde dem Tierarzt erst die Genehmigung erteilt und seine türkischen Arbeitspapiere anerkannt hatte. Später sei jedoch seine Ablösung betrieben und dies mit den unzureichenden türkischen Papieren begründet worden. Daraufhin habe sich der Tiermediziner juristisch gewehrt und am Ende auch eine Abfindung von der Stadt erhalten.

Die Entscheidung, dem Verein die Erlaubnis zum Betrieb des Tierparks zu verweigern, ist noch nicht rechtskräftig. Der Verein will Widerspruch einlegen und gegebenenfalls Klage einreichen. Vorerst bleibt der Tierpark, der seit 1958 besteht und in dem rund 400 Tiere – vom Esel über Hängebauchschweine bis hin zu Ziegen und Störchen – zu sehen sind, täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.  

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