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Der Zahnarzt Moritz Ruppert bei einem Termin in einer Rüsselsheimer Flüchtlingsunterkunft - rund 30 Kinder warten auf seinen Besuch. 

Rüsselsheim

Rüsselsheim: Zahnarzt auf Hausbesuch

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Wie das Gesundheitsamt des Kreises versucht, Flüchtlingskindern Zahnhygiene näherzubringen.

Wie wichtig Zahnpflege ist, das wollen der Zahnarzt Moritz Ruppert und seine beiden Assistentinnen vom Kreisgesundheitsamt allen rund 300 Flüchtlingskindern zeigen, die in Rüsselsheimer Gemeinschaftsunterkünften leben – und deshalb kommen sie zu den Familien ins Haus. Rund 30 Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 17 Jahren haben sich für diesen Besuch angemeldet.

Seit Mitte Juli bietet der Zahnärztliche Dienst des Kreisgesundheitsamts zahnärztliche Prophylaxe-Untersuchungen für geflüchtete Kinder bis 18 Jahre an. Nach und nach bereist das Team den ganzen Kreis, jetzt ist aber in Absprache mit der städtischen Sozialarbeit erst mal Rüsselsheim dran.

Ruppert schaut den Kindern in den Mund, gibt ihnen Ratschläge für „immer starke Tigerzähne“ und erklärt, warum der eine oder andere Milchzahn wackelt. Vom Zahnarztstuhl wechseln die Kinder zu den beiden Frauen, die an einem Gebiss-Modell die richtige Zahnputztechnik zeigen und Hinweise zu gesunder Ernährung geben. Die Idee zu der Zahngesundheits-Prävention für Flüchtlinge hatte der Zahnarzt selbst, der auch ehrenamtlich in Peru arbeitet.

„Die Förderung der Mundgesundheit ist ein wichtiger Baustein zur Erhaltung der Gesundheit. Auch dieses Projekt ist ein Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengleichheit im Kreis“, betont Angela Carstens, Fachbereichsleiterin in der Kreisverwaltung.

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