Rüsselsheim

Weitere Entlassungen bei Rhenus geplant

Beim Dienstleister des Autobauers Opel muss die Hälfte der Belegeschaft gehen.

Bei der Firma Rhenus SCR, einem Dienstleistungsunternehmen des Rüsselsheimer Autobauers Opel, steht offenbar die nächste Entlassungswelle bevor: In der vergangenen Woche sind laut einer Mitteilung der Industriegewerkschaft (IG) Metall die noch rund 200 Beschäftigten des Unternehmens, die in Rüsselsheim im Opel-Werk in der Vormontag, der Logistik und für die Planung von Produktionsaufträgen eingesetzt werden, von ihrer Geschäftsleitung darüber informiert worden, dass die Hälfte der Belegschaft entlassen werden soll. Bereits im vergangenen Jahr war nach Angaben der Gewerkschaft die Zahl der Beschäftigten von fast 450 mehr als halbiert worden.

Da Rhenus direkt an die Produktionslinie bei Opel liefert, werde dies auch zu Veränderungen im Rüsselsheimer Produktionswerk führen, vermuten IG Metall-Funktionäre. Mit den Verhandlungen über einen Sozialplan will der Arbeitgeber den Angaen zufolge schon sehr bald beginnen, damit nach den Werksferien von September an mit der dann reduzierten Mannschaft produziert werden könne.

Angesichts des drohenden zweiten großen Personalabbaus innerhalb eins Jahres „fragen sich die Beschäftigten zurecht, ob es für Rhenus SCR überhaupt noch eine Zukunft in Rüsselheim gibt“, äußerte Daniel Bremm von der IG Metall in Darmstadt. Die Gewerkschaft werde wie schon im vorigen Jahr gemeinsam mit dem Betriebsrat „um jeden Arbeitsplatz kämpfen“. Für die Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren sollen, wolle man zudem „angemessene Abfindungen erstreiten“, so Bremm. Vom Unternehmen gab es zunächst keine Stellungnahme zu den Entlassungen. (jjo)

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