Waldrodung nahe Werft

Mörfelden-Walldorf Fraport holzt 60 Hektar ab

Für den Flughafenausbau Richtung Süden wird derzeit nicht nur der Kelsterbacher Wald gerodet. Auch nördlich von Walldorf wüten seit einigen Tagen die Forstmaschinen durchs Gehölz, weil die Fraport dort auf einem Gebiet von 60 Hektar Bäume fällen lässt.

Dieser Wald sei "immens wichtig als Schadstofffilter und als Lärmschutz gegen den Flughafen", kritisiert die Bürgerinitiative gegen die Flughafenerweiterung in einem Schreiben. Die Fraport aber, die nach der Rückgabe der US-Airbase das Gelände erhielt, kriege den "Hals nicht voll genug". Anstatt "sparsam zu wirtschaften" und Rücksicht auf ihre Nachbarn und die Natur zu nehmen, plane die Flughafenbetreiberin lieber ein drittes Terminal - ganz abgesehen davon, dass dieser Teil des Ausbaus nicht einmal Gegenstand des Mediationsverfahrens gewesen, sondern den Beteiligten kurz vor dessen Ende untergeschoben worden sei, heißt es weiter.

Bei Walldorf wurde vor drei Jahren schon der Bau der A380-Werft durchgesetzt. Obwohl die Halle letztlich kleiner ausfiel, als veranschlagt, wurden damals bereits 20 Hektar Wald abgeholzt. Noch immer kämpft die Stadt Mörfelden-Walldorf vor Gericht um Lärmschutz vor den geplanten Triebwerksprobeläufen. Die Lufthansa wartet dagegen bis heute auf die bestellten A380-Flugzeuge. myk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare