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Plakate der  verbliebenen Oberbürgermeisterkandidaten sind im Stadtbild überall präsent.
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Plakate der verbliebenen Oberbürgermeisterkandidaten sind im Stadtbild überall präsent.

Rüsselsheim

Der Wahlkampf geht weiter

OB-Kandidat Patrick Burghardt bekommt Unterstützung von Landespolitikern - und mit den Grünen vielleicht auch einen Koalitionspartner, wenn er die Stichwahl für sich entscheidet.

Ab heute wird die Rüsselsheimer CDU das Finale des Kampfes um das Amt des Oberbürgermeisters massiv angehen. Gestern hat sich der Wahlkampfausschuss der Partei zu Strategieberatungen getroffen. Für CDU-Wahlkampfmanager Thorsten Weber steht allerdings fest, dass seine Partei keine neuen Themen aufmachen werde. Die Union habe von Anfang an keine Themen zurückgehalten. „Wir sind authentisch und wollen es auch bleiben. Wir müssen uns nicht neu erfinden“, sagt Weber.

Die CDU werde Infostände bei den Wochenmärkten in Königstädten (Mittwoch) und im Dicken Busch II (Donnerstag) aufstellen. In der Marktstraße werde sie wieder am Sonntag präsent sein.

Die Wahl in Rüsselsheim hat indessen auch bundespolitische Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Überraschungserfolg von Patrick Burghardt wurde im CDU-Bundesvorstand als Beweis gegen einen Abwärtstrend gewertet. Auch die Landes-CDU will ihre Parteifreunde kräftig unterstützen. Fest steht bereits, dass Ministerpräsident Volker Bouffier nach Rüsselsheim kommen wird. Der genaue Termin und die Veranstaltungsart sei jedoch noch nicht festgelegt.

Eine große Koalition wird es nicht geben - kommt Schwarz-Grün oder Rot-Grün?

Die Koalitionsfrage soll nicht zum Thema werden. „Einer der Kandidaten wird siegen. Danach braucht man eine stabile Mehrheit in Rüsselsheim“, meint Weber. Mit der SPD rechnet Weber nicht mehr. Sie habe die Tür für eine große Koalition zugeschlagen. Es stelle sich aber eine ganz andere Frage. Wenn Patrick Burghardt gewinnt, macht eine rot-grüne Koalition keinen Sinn, sagt der Christdemokrat. Eine völlige Wendung bei den Grünen will er nicht ausschließen. „Es ist ja kein Staatsgeheimnis, dass wir Gespräche miteinander geführt haben und weit gekommen sind. Wir würden nicht bei Null anfangen“, meint Weber.

Überhaupt sei es spannend, wie unterschiedlich die Auffassungen vom Stand der Koalitionsverhandlungen seien. Während Oberbürgermeister Stefan Gieltowski (SPD) am Sonntag versichert habe, sie seien unterschriftsreif, habe Jo Dreiseitel (Grüne) davon gesprochen, dass in den nächsten 14 Tagen damit noch nicht zu rechnen sei.

Wenn die Vereinbarungen so weit seien, müsse auch das Vorschlagsrecht für die Dezernenten darin festgelegt sein, meint Weber. Wenn das so sei, habe die Bevölkerung ein Recht, das zu wissen. Insbesondere weil schon am Wahlabend von der SPD die bei der OB-Wahl unterlegene Renate Meixner-Römer als Option für das Amt des Bürgermeisters genannt worden sei, wenn Jo Dreiseitel Oberbürgermeister werde.

„Diese Passage ist noch nicht einmal angesprochen, geschweige denn in den Vereinbarungen festgelegt worden“, sagt die Wahlkampfbeauftragte der Grünen, Maria Schmitz-Henkes. In den nächsten Tagen würden dann wohl einige Dinge konkreter werden. Sie freue sich aber darüber, dass die SPD am Wahlabend so deutlich Position für Dreiseitel bezogen habe. Schmitz-Henkes mag jetzt überhaupt noch nicht mit der Möglichkeit eines CDU-Oberbürgermeisters kalkulieren. Für sie steht ohnehin fest: „Jo Dreiseitel wird Oberbürgermeister.“

Der Grünen-Landesvorsitzende, Tarek al Wazir, habe sich in Telefongesprächen mit Jo Dreiseitel „total begeistert“ von dessen Erfolg gezeigt. Die „Groß-Grünen“ würden sich jetzt auch in den Rüsselsheimer Wahlkampf einschalten. Für Mittwoch oder Donnerstag vor der Wahl sei eine große Abschlussveranstaltung geplant.

Auch die Grünen wollen ihren Wahlkampf nicht grundlegend neu konzipieren. Auch an den nächsten beiden Samstagen seien die Grünen in der Marktstraße präsent. (ers.)

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