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Alte Seefahrerweisheit: Draußen nur Kännchen! Aber unter Deck ist auch mal ein Tässchen drin.
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Alte Seefahrerweisheit: Draußen nur Kännchen! Aber unter Deck ist auch mal ein Tässchen drin.

Schiffstour der FR

Ein Tag Urlaub auf dem Main

  • Jakob Maurer
    VonJakob Maurer
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Der Schiffsausflug der FR-Altenhilfe nimmt mit gut 220 Teilnehmern Kurs auf Rüsselsheim.

Die Uhr am Frankfurter Dom schlägt zehn. An der Anlegestelle am Eisernen Steg hat sich am Freitagmorgen vor dem Schiff „Maria Sibylla Merian“ schon eine Menschentraube gebildet. Auf Einladung der FR-Altenhilfe sind wieder viele Seniorinnen und Senioren an den Main gekommen. Allesamt nehmen sie an dem Schiffsausflug teil, den die FR-Altenhilfe einmal im Jahr kostenlos anbietet. Dieses Mal geht es nach Rüsselsheim und wieder zurück.

Als die Glocke schlägt, öffnet die Pforte und langsam aber sicher geht es an Bord des Flusskreuzers. „In der Ruhe liegt die Kraft“, sagt ein Mann im Rollstuhl – er braucht einen Moment länger. Und zu einem Bekannten: „Aber such mir ruhig schon mal einen Platz am Fenster.“

Die Fahnen am Mainkai flattern im Wind. Nach den Regentagen soll es heute trocken bleiben. Lediglich eine frische Brise weht – so wie es sich für eine Schifffahrt eben gehört. „Heute ist das Wetter genial. Kein Regen und auch nicht so eine Knallhitze“, sagt Hans-Dieter Klein, der Vorsitzende des Vereins.

„In einem der Vorjahre habe ich mir einen ganz schönen Sonnenstich geholt“, sagt ein weiterer Teilnehmer. Zum vierten Mal ist er schon dabei, diesmal aber mit Kappe. Für ihn sei der Schiffsausflug eine tolle Sache: „In meinem Alter kann ich nicht mehr in den Urlaub fahren. Der Ausflug heute ist so etwas wie mein Urlaub.“

Insgesamt sind gut 220 Senioren der Einladung gefolgt. Die Geschäftsführerin des Vereins, Gina Lülves, ist zufrieden: „Diesmal sind wir richtig voll besetzt.“ Beide Decks sind gut gefüllt. Kaffee wird gereicht und auch das ein oder andere Bier.

Mit dabei sind auch Heide Semel und Charlie Rößling. Sie haben sich bereits einen der beliebten Fensterplätze gesichert. Jetzt geht es für eine Zigarette aber nochmal ins Freie. „Ich freue mich jedes Jahr darauf. Wir kommen immer mit denselben drei Leuten und gehen hoch auf das Oberdeck“, sagt Semel, die aus Nieder-Eschbach kommt.

Für Rößling ist es die erste Fahrt auf dem Main. Seit 1993 lebe er schon in Frankfurt, aufgewachsen sei er aber an der Nordsee. „Ich verbringe gerne einen schönen Tag am Wasser“, sagt er. Früher ging es oft mit dem Krabbenkutter raus auf die Nordsee: „Das schönste dabei war immer die erste Portion Krabben. Die wurde noch direkt an Bord gekocht.“ Über die Rouladen, die es heute gibt, freue er sich aber auch. Neben der Verpflegung ist an Bord mit dem Musiker Marc Christopher für Unterhaltung gesorgt.

In Rüsselsheim werden die Schifffahrer das Industrie-Museum beischtigen und dort eine Zeitreise in die Geschichte der Industrialisierung unternehmen. Als es vom Dom 11 Uhr schlägt, antwortet der Kapitän mit der Schiffsglocke. Es ist das Zeichen für die Abfahrt. Ein grünes Banner an der Reling verheißt: „Volle Kraft voraus!“

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