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200 Studierende werden auch nach der Sanierung in diesem Hörsaal Platz finden.
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200 Studierende werden auch nach der Sanierung in diesem Hörsaal Platz finden.

Rüsselsheim

Umbau kommt gut an

Frisch sanierten sin der A1- und A-Nord-Trakt der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim. Und die neuen Räume erhalten viel Lob. Derweil läuft die zweite Bauphase.

Brandschutzsanierung macht Gebäude manchmal auch gemütlicher. Das beobachtet Rainer Scholl, wenn er die großzügigen Flure im frisch sanierten A1- oder A-Nord-Trakt der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim entlanggeht. Scholl ist Leiter der Abteilung Bau, Technik, Liegenschaften und betreut den Umbau des Campus am Brückweg, der im März 2013 begann und nun in der zweiten Bauphase steckt.

Glastüren teilen die ehemals riesigen und zugigen Flure, in denen der Mensch so verloren wirkte, und schaffen überschaubare Räume, in denen die Studenten jetzt gerne sitzen, auf die nächste Veranstaltung warten, lesen, schwätzen. „Irgendwie ist es belebter jetzt“, sagt Scholl. Froh ist er auch darüber, dass die nicht ganz schlichte Fassadengestaltung in Metallic-Optik gefällt. „Ich hatte da meine Bedenken, je nach Lichteinfall schimmert das Ganze auch mal rosa.“

Die Möbel der Sitzgruppen auf den Fluren sind die gleichen wie in den Seminarräumen: Helles Holz, die Stühle modern geschwungen mit neckischem Loch in der Rückenlehne. Die Wände sind weiß, abgesetzt in Türkis, das vom Erdgeschoss in die vierte Etage immer kräftiger wird. Analog bekommt das Zwillingsgebäude A2 einen Magentaton als Kontrastfarbe zum Weiß.

„Wir fühlen uns alle sehr wohl“, bilanziert Marion Olejnik, Sekretärin im Fachbereich Informationstechnologie und Elektrotechnik, Ingenieur Bernhard Schreiber stimmt ihr zu. In der ersten Zeit nach dem Umzug habe manches noch nicht richtig funktioniert, doch jetzt habe sich alles eingependelt. Das Einzige, was den Damen im Büro nicht so gefällt, sind die dunkel gerahmten und nun wegen der Oberlichter von einem breiten Querband geteilten Fenster, denn die lassen weniger Licht durch.

„Wenn man in einem alten Gebäude arbeitet, denkt man nicht groß darüber nach, dass alles alt ist“, schaut Schreiber zurück, „aber wenn dann alles neu ist, bemerkt man auf einmal, wie alt es vorher war.“ Als Leiter des Labors für die Grundlagen der Nachrichten- und Fernsehtechnik wäre es für ihn geradezu paradiesisch gewesen, auch noch neue Geräte und Apparaturen zu bekommen.

„Doch das gibt es nur bei Neubau von Hochschulen.“ Aber die komplett erneuerten Elektro- und Netzwerkanschlüsse und W-LAN-Verbindung überall machen das Arbeiten schon viel angenehmer, meint er.

Die Labore und Werkstätten am Standort Brückweg sind wieder eingerichtet, die KfZ-Halle, die Akustiklabore, die ganz großen Maschinen, die nicht ausgelagert, sondern dick gegen Baustaub eingepackt waren, sind wieder ausgepackt. Die Hochschule Rhein-Main ist die einzige in Hessen, die im Bestand saniert wird, betont der Bauleiter. Das heißt, dass während der beiden Bauabschnitte jeweils die Hälfte des Lehrbetriebs ausgelagert ist ins Provisorium im Opel-Altwerk.

Fertigstellung Ende 2016

Dass die erste Hälfte der Studenten, Dozenten und Verwaltungsangestellten mitsamt den Werkstätten und Laboren zum aktuellen Wintersemester wieder in ihr angestammtes Domizil am Brückweg zurückgezogen ist, war vielleicht etwas zu ambitioniert, wie Rainer Scholl rückblickend zugibt. „Wir sind in nicht ganz fertige Gebäude eingezogen, was eben zu Anfangsschwierigkeiten geführt hat.“

Den derzeitigen Stand des zweiten Bauabschnitts, in dem der A2 oder A-Süd genannte vierstöckige Komplex und der Querriegel mit Eingangsfoyer, Büros und Bibliothek saniert werden, fasst Scholl zusammen: „Alles, was raus musste, ist raus. Seit Februar bauen wir wieder rein.“ Ein Beispiel für „alles ist raus“ ist der Hörsaal für rund 200 Studenten. Nur die Grundform aus Beton ist übrig geblieben.

Schon jetzt machen Gäste Komplimente über den Umbau, berichtet Rainer Scholl. „Wenn alles fertig ist, kann sich die Hochschule endlich auch nach außen angemessen darstellen“, blickt er ans Ende des nächsten Jahres. (vol)

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