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Leer und verlassen: das Ried-Casino in Nauheim.
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Leer und verlassen: das Ried-Casino in Nauheim.

Nauheim

Teure Rettung fürs Kino

Wie geht es weiter mit dem Ried-Casino? Bei der Diskussion über die Zukunft des Nauheimer Kinos dreht sich alles ums Geld.

Wie geht es weiter mit dem Ried-Casino? Über diese Frage haben Bürger, die sich für den Erhalt des Kinos einsetzen wollen, diskutiert.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Ried-Casinos sagte, dass die bislang eingesetzten Vorführgeräte „sehr alt, aber voll funktionsfähig“ seien. Es gebe genügend Ersatzteile. Ein kompletter Analogprojektor sei „für weniger als 1000 Euro“ zu haben.

Bei der Bildung eines Fördervereins, der sich im Zusammenwirken mit der Gemeinde auch um die Finanzierung zu kümmern hätte, seien die Filmmieten zu berücksichtigen: Unter anderem sei mit Ausgaben von 350 Euro pro Film und Woche zu rechnen. Alternativ seien an Verleiher ab einer gewissen Besucherzahl 43 bis 47 Prozent der Einnahmen aus den Eintrittspreisen zu zahlen. Hinzu kämen 30 bis 50 Euro Transportkosten.

Die Fixkosten für die Miete bezifferte Erster Beigeordneter Wolfgang Glotzbach auf 1000 Euro; hinzu kämen rund 400 Euro Nebenkosten. Verhandlungen über die Miete seien noch nicht geführt. „Ein kommunales Kino ist in jedem Fall ein Zuschussgeschäft. Wir müssen entscheiden, ob wir das wollen“, sagte er. Ginsheim-Gustavsburg investiere jährlich rund 50.000 Euro.

Für Aufmerksamkeit sorgte Barbara Diesel: Die Leiterin des Kinder- und Jugendchors der evangelischen Kirchengemeinde sagte, sie hätte keine Probleme, eine Pacht zu zahlen, wenn sie das Ried-Casino für Konzerte nutzen könnte.

Der Nutzung des Kinos für Konzerte und andere Veranstaltungen stehen allerdings behördliche Auflagen entgegen: Glotzbach sagte, Getränke dürften nur im Eingangs- und Thekenbereich ausgeschenkt werden, aber nicht im Kinosaal. Das Ordnungsamt habe aber zugestanden, dass Kinobesucher ihre Getränke mit in den Saal nehmen dürften, wenn ein Brandsicherheitsdienst gestellt werde. Dies wiederum verursache weitere Kosten.

Bei der zukünftigen Nutzung des Kinos wollen auch die Anwohner mitreden: Ein Mann beschrieb, wie störend es gewesen sei, wenn nachts Kino-Besucher nach Hause gefahren oder Fahrzeuge beladen worden seien. (eda)

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