Mörfelden-Walldorf

Tempo 30 und keine Schilder

Bis Ende 2010 sollen zwei Drittel der Straßen in Mörfelden-Walldorf als Tempo-30-Zonen ausgewiesen sein.

Bis Ende 2010 sollen zwei Drittel der Straßen in Mörfelden-Walldorf als Tempo-30-Zonen ausgewiesen sein. "Wir wollen alle beschlossenen Tempo-30-Zonen bis zur Kommunalwahl im März eingerichtet haben", kündigte Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) bei einer Pressekonferenz an. Ausgenommen sind Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Urhahn, der in seinem Dezernat auch für das Gewerbe- und Ordnungsamt zuständig ist, strebt außerdem einen "Shared Space" an. Damit ist eine EU-weite Gestaltungsphilosophie für innerstädtische Geschäfts- und Hauptverkehrsstraßen gemeint, die ihren Ursprung in Holland hat. Sie setzt auf gegenseitige Verständigung der Verkehrsteilnehmer bei weitgehendem Verzicht auf Schilder, Ampeln und Verkehrsregeln. Die Rechts-vor-Links-Regel etwa bleibt erhalten. Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer sind gleichberechtigt und müssen Rücksicht aufeinander nehmen.

Im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach werde ein derartiges Projekt erfolgreich umgesetzt, sagte Urhahn, der sich nach der Umgestaltung der Mörfelder Langgasse dort einen "Shared Space" vorstellen kann.

Weiter verbessert werden muss nach Einschätzung Urhahns die Situation für Radfahrer. Innerörtlich sieht er die Lösung allerdings nicht in zusätzlichen Radwegen. "Die gaukeln eine Sicherheit vor, die es nicht gibt", sagte Urhahn. Die meisten Unfälle passierten beim Abbiegen, wenn Autofahrer nicht auf Radwege achteten. Am sichersten sei das Fahren auf der Straße. (mz/ers)

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