Groß-Gerau

SPD verlangt Gutachten

Viele Fragen hat die SPD-Fraktion zur geplanten Ansiedlung eines Logistikzentrums der Rewe-Gruppe auf dem ehemaligen Südzucker-Gelände.

Groß-Gerau. Erheblichen Fragebedarf sieht die SPD-Fraktion in der Groß-Gerauer Stadtverordnetenversammlung zur Ansiedlung eines Logistikzentrums der Rewe-Gruppe auf dem ehemaligen Südzucker-Gelände. Das Lagergebäude "mit der nur schwer vorstellbaren Grundfläche der halben Gerauer Innenstadt (96 000 Quadratmeter), zudem 17 Meter hoch, würde einen gewaltigen Gebäudewürfel darstellen und täglich wenigstens 1000 Lkw-Fahrzeugbewegungen auf den Nordring bringen", heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Martin.

Im Februar, so die Planung des Magistrats, soll das Vorhaben im Stadtparlament zur Diskussion gestellt werden. Allerdings habe der Magistrat zwischenzeitlich "in einem für die Kreisstadt einmaligen Verfahren" den Aufstellungsbeschluss für das Projekt auf den Weg gebracht. Dies, so Martin, könne nur so verstanden werden, dass Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) und der Magistrat sich vor Klärung der ausstehenden Fragen und absehbaren Verkehrsprobleme für die Sache stark machen wollten oder ein Abspringen des Investors befürchteten.

Die SPD-Fraktion plädiert nun umso mehr dafür, schnell offene Fragen zu klären. Insbesondere gehe es darum, ein neutrales Verkehrsgutachten auf den Weg zu bringen, um sich von den Zahlen des Investors unabhängig ein Bild machen zu können. Warum dies bislang nicht geschehen sei, "ist absolut nicht nachvollziehbar", meint der Fraktionssprecher. Ein künftiges weiteres Verkehrschaos um Römerkreisel und Nordring könne sich jedenfalls niemand in der Kreisstadt wünschen. (en)

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