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Patrick Burghardt schafft einen Überraschungssieg.

CDU liegt knapp vor SPD

Sieg des Unbekannten

Patrick Burghardt war bis vor wenigen Tagen im Wahlkreis 47 ein unbeschriebenes Blatt. Jetzt zieht er für die CDU in den Landtag ein.

Patrick Burghardt war bis vor wenigen Tagen im Wahlkreis 47 ein unbeschriebenes Blatt. Jetzt zieht er für die CDU in den Landtag ein. Der junge Mann - er ist 28 Jahre alt - liegt um zwei Prozentpunkte vor der SPD-Kandidatin Renate Meixner-Römer. Das Ergebnis ist im Vergleich zu anderen Wahlkreisen denkbar knapp. Denn Burghardt, der aus dem benachbarten Wahlbezirk stammt, fand in Meixner-Römer eine harte Konkurrenz. Sie ist alteingesessene Rüsselsheimerin, Rektorin und Parlamentsvorsteherin. Burghardt hingegen musste sich bei den Wählern erst bekannt machen.

Allein in den vergangenen beiden Wochen hatte Burghardt etwa 70 Termine in seinem Wahlkreis wahrgenommen. "Ich bin überglücklich, für mich geht ein Traum in Erfüllung", sagte er gestern. Sogar die SPD-Hochburg Kelsterbach hat der Neuling eingenommen. Die Christdemokraten brachen gestern im Landratsamt in Groß-Gerau in Jubel aus, als die Ergebnisse auf dem Bildschirm erschienen.

Der Schreck darüber, dass der Unbekannte ihr den Rang abgelaufen hat, war Meixner-Römer im Gesicht abzulesen. "Das war eine Denkzettelwahl, die Wähler sind enttäuscht von der SPD und somit auch von mir", sagte Meixner-Römer tief traurig. Ob sie dennoch in den Landtag einzieht, steht noch nicht fest. Sie steht auf Listenplatz 27. (mre)

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