Rüsselsheim

Schlamperei beim Kita-Bau

Die Mängel beim Bau der von Schimmelpilz befallenen Kindertagesstätte Rheingauer Straße in Bauschheim waren möglicher Weise schon lange bekannt.

Mängel beim Bau der von Schimmelpilz befallenen Kindertagesstätte Rheingauer Straße in Bauschheim waren möglicher Weise schon lange bekannt. Zwar fehlen Abnahmeprotokolle des Baus und die ehemalige Baufirma ist insolvent, schon während der Errichtung vor 18 Jahren hat jedoch der Architekt und FDP-Stadtverordnete Ragnar Otto in einem Brief an die damalige Sozialdezernentin Liesel Thurn (SPD) Bedenken geäußert.

Schon damals ging es um alle drei Kitas, Rheingauer Straße, Zum Büttelacker und Am Ehlenberg. Otto hatte die Baustelle in Königstädten beobachtet. Sie sei ungeschützt Regenwetter ausgesetzt gewesen, Dach- und Wandplatten einschließlich Papierisolierung seien durchfeuchtet, die unteren Wandbereiche verfärbt und aufgequollen. Spanplatten seien uneben, nass und ungeschützt gelagert gewesen.

Im Dachbereich seien gebrochene Platten eingebaut worden. Äußere Kunststoffdämmplatten hätten sich von den Wänden gelöst. Auch heute erinnert sich Otto noch gut an die Zustände auf der Baustelle. Ob sie die Ursache für aktuelle Mängel sind, wisse er zwar nicht, es zeige aber, "mit welcher Schlamperei da gearbeitet wurde". Ob die Stadt damals auf das Schreiben reagiert hat, habe er nicht weiter verfolgt.

Baudezernentin Silke Klinger weist darauf hin, dass es zu allen Bauvorgängen Akten gebe, was fehle, seien lediglich im Fall der Kita Rheingauer Straße (für die beiden anderen Kitas wird noch gesucht) Bauabnahme- oder Bauübergabeprotokolle. (es)

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