Büttelborn

Noch mehr Fitness

Der immense Zuspruch übertrifft die kühnsten Erwartungen der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) Büttelborn. Das neue Sportzentrum braucht jetzt schon einen Anbau.

Anfang 2009 hat der Verein sein Fitness- und Gesundheitssportzentrum am Berkacher Weg eröffnet, im März dieses Jahres registrierte er dort bereits das 750. Mitglied. Gerechnet hätten sie, wie Vorstandsmitglied Kornelia Gries erklärt, mit lediglich der Hälfte an zusätzlichen Mitgliedern – und dies erst nach eineinhalb bis zwei Jahren. Das Haus des Gesundheitssports stieß also schnell an seine Kapazitätsgrenze, nicht erst, wie kalkuliert, nach etwa vier Jahren. Der Vorstand beschloss daher im März einen Aufnahmestopp.

Den Erfolg führt die SKV auf die Qualität der Angebote und die familiäre Atmosphäre im Studio zurück. Sie möchte Menschen etwas bieten, die aus dem Mannschaftssport herauswachsen oder beruflich so eingespannt sind, dass feste Trainingszeiten nicht in Frage kommen. Auf der Warteliste stehen 60 Interessenten.

Deshalb hat sich die SKV entschlossen, das 800 Quadratmeter große Fitnesszentrum aufzustocken. Der zweigeschossige Anbau soll laut Gries auf der Dachterrasse der Praxis für Physiotherapie entstehen, wo zwei zusätzliche, 50 und 80 Quadratmeter umfassende Kursräume geplant sind. Baubeginn soll im Herbst sein, die Bauzeit ist mit zwei Monaten veranschlagt.

Dem Bauantrag stimmte der Büttelborner Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einmütig zu. Bürgermeister Horst Gölzenleuchter (SPD) betonte, dass die SKV das Bauprojekt ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde umsetze. Er weise darauf explizit hin, um eventuelle Diskussionen und Spekulationen „im Keim zu ersticken“.

Hintergrund: Am rund 1,5 Millionen Euro teuren Bau des Sportzentrums, vom Verein etwa zur Hälfte selbst finanziert, hatte sich die Gemeinde mit einer halben Million Euro und einer Bürgschaft beteiligt, was CDU und GLB angesichts der angespannten Haushaltslage stark kritisiert hatten.

Die Kosten von 120?000 Euro für die Erweiterung kann die SKV nun selbst stemmen, wie Gries erklärt. Die zusätzlichen Mitglieder, die das Fitnesszentrum angelockt hat, machen’s möglich.

Neue Geräte und Umkleiden

Einer der geplanten neuen Kursräume sei allein fürs Fahrradfahren bestimmt, Indoor Cycling genannt. Dort bekämen die Cycling-Geräte, die bisher nach den Kursen immer weggeräumt werden müssten, ihren festen Platz. Außer dem Anbau plant die SKV zudem die Errichtung zweier zusätzlicher Umkleideräume im Fitnesshaus, weil die bisherige Umkleidekapazität nicht mehr ausreicht.

Darüber hinaus sollen zusätzliche Fitnessgeräte angeschafft werden. Gries ist zuversichtlich: „Dann können wir die Warteliste wieder abschaffen.“( eda)

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