Mörfelden-Walldorf

Kein Platz für Großfamilien

In Mörfelden-Walldorf fehlen Sozialwohnungen: 300 bis 400 Menschen suchen derzeit in der Stadt eine öffentlich geförderte Unterkunft - aber nur 50 bis 60 freie Wohnungen stehen zur Verfügung.

In Mörfelden-Walldorf fehlen Sozialwohnungen: 300 bis 400 Menschen suchen derzeit in der Stadt eine öffentlich geförderte Unterkunft - aber nur 50 bis 60 freie Wohnungen stehen zur Verfügung.

Vor allem für Einzelpersonen und große Familien gebe es zu wenig Wohnraum, sagt Christine Wiemken vom Sozial- und Wohnungsamt. Denn 90 Prozent des Angebots sind Zwei- bis Drei-Raum-Wohnungen mit 60 bis 75 Quadratmetern.

Der Sozialwohnungsbau soll deshalb forciert werden. Die Stadt werde ihre Wohnungen dort, wo es sinnvoll sei, sanieren, um wieder in die öffentliche Förderung zu kommen, sagt Wiemken. Zudem seien zwei Altenwohnanlagen öffentlich gefördert. Im Walldorfer Neubaugebiet habe eine Bauherrengemeinschaft 37 Wohneinheiten neu geschaffen, davon 23 Wohnungen für Singles und drei rollstuhlgerechte Wohnungen. Darüber hinaus sei ein Objekt mit einem privaten Investor und einer Wohnungsbaugesellschaft angedacht.

Der Wohnungsmarkt habe sich in den vergangenen 20 bis 30 Jahren vollkommen verändert, meint Mörfelden-Walldorfs Altbürgermeister Bernhard Brehl (SPD). Zwar gebe es statistisch gesehen genug Wohnungen, doch die meisten davon könnten sich Menschen mit geringem Einkommen nicht leisten.

"Man hat sich in den letzten 15 Jahren aus dem sozialen Wohnungsbau herausgestohlen", beklagt Brehl. Es gebe auch kein politisches Programm, wie neuer Wohnraum geschaffen werden könne, denn den Kommunen fehle das Geld dafür. (eda)

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