Mörfelden-Walldorf

Gelassenheit am Wertstoffhof

Die Stadtverordneten von Mörfelden-Walldorf haben die Benutzung von Wertstoffhof und Grünsammelstelle neu geregelt. Viel wird sich dadurch nicht ändern.

Mit großer Mehrheit hat sich die Stadtverordnetenversammlung Mörfelden-Walldorf für die neue Benutzungs- und Gebührenordnung für Wertstoffhof und Grünsammelstelle ausgesprochen. SPD, CDU, Grüne und der Einzelabgeordnete Volker Arndt votierten für die Vorlage, die einzig die DKP/LL ablehnte.

Größere Änderungen sind nicht vorgesehen. So bleibt es dabei, dass pro Tag und Anlieferer maximal 2000 Liter Abfall abgeladen werden dürfen. Altbatterien und Akkus, Altkleider und Schuhe, Papier und Kartonagen, Altöl und ölverschmutzte Betriebsmittel, Autobatterien, Beleuchtungskörper, CDs und DVDs, Elektrokleingeräte, Handys, Hohlglas, Korken und Metallschrott dürfen Einwohner von Mörfelden-Walldorf kostenfrei vorbeibringen.

Wenig Personal

Für Bauschutt, Baustellenmischabfälle, Flachglas, Holz und Sperrmüll werden zwei Euro für je 100 Liter Abfallvolumen fällig. Die Gebühr für Altreifen beträgt zwei Euro für Reifen ohne und vier Euro für Reifen mit Felge.

Auch beim Grünabfall werden pro Anlieferer und Tag maximal 2000 Liter angenommen (bei Stammholz mit mehr als zehn Zentimetern Durchmesser maximal 1000 Liter). Gewerbliche Anlieferer wie Gartenbaubetriebe sind von der Anlieferung auf der Sammelstelle ausgeschlossen.
Im Haupt- und Finanzausschuss hatte Gerd Schulmeyer (DKP/LL) gefragt, wie gewährleistet werde, dass die Vorgaben auch eingehalten würden. Vor allem an der Grünsammelstelle, an der nur selten Personal zugegen sei, würden oft auch Busse und Autos mit geräumigen Hängern und Fahrzeuge von Gartenbaubetrieben vorfahren. Die DKP/LL störte sich auch an der Formulierung, dass von der Sammelstelle keine Grünabfälle entwendet werden dürfen.

Grünschnitt darf mitgenommen werden

Häufig hätten sich Leute etwas Grünschnitt mitgenommen, um Gräber abzudecken. Auch im Wertstoffhof habe sich jemand schon einmal bedient, wenn er etwas hingebracht habe. „Ich halte das nicht für verwerflich“, so Schulmeyer.

Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) erklärte, dass auch künftig niemand einschreiten werde, wenn jemand ein Stück Holz oder Reisig mitnehme. „Das hat nichts gekostet und wird es auch in Zukunft nicht.“ Anders sei die Lage beim Wertstoffhof. „Wir sind verpflichtet, Abfall der Verwertung zuzuführen.“ Was im Container lande, gehe in das Eigentum der Abfall-Wirtschafts-Service GmbH (AWS) über. Wenn indes an der Grünsammelstelle ein Unternehmen Grünschnitt abwerfe, der nicht aus Mörfelden-Walldorf stamme, sei das zwar Unrecht, aber kein Drama. „Das soll nicht sein, kann aber vorkommen.“

Ebenfalls gegen die Stimmen der DKP/LL hat das Parlament den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit den Riedwerken zum Betrieb des Wertstoffhofs angenommen. Auf dem Gelände der Firma Frassur in Walldorf (An der Brücke 5) übernehmen die Riedwerke diese Aufgabe. Die Stadt zahlt ihnen dafür acht Euro je Gewichtstonne Abfall und einen Personalkostenzuschuss von 4725 Euro im Jahr. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. (mz)

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