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Susanne Schamber sammelt schon seit Anfang der 90er Jahre Ü-Ei-Figuren.
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Susanne Schamber sammelt schon seit Anfang der 90er Jahre Ü-Ei-Figuren.

Klein-Gerau

Setzfiguren mit Charme

Susanne Schamber organisiert drei Mal im Jahr im Klein-Gerauer Volkshaus eine Sammlerbörse für Ü-Ei-Liebhaber.

Sie stecken in weiß-orangenem Alupapier und man muss eine dünne Schicht Milchschokolade vernaschen, um an ihren Inhalt zu gelangen: Überraschungseier. Sie sind nicht nur bei Kindern beliebt. Gerade auf den Inhalt der Ü-Eier sind vor allem Erwachsene scharf, die die Spielzeuge und Figuren sammeln. Für sie gibt es drei Mal im Jahr eine Sammler-Börse im Klein-Gerauer Volkshaus.

Susanne Schamber organisiert das Treffen seit sieben Jahren. Ihre Kinder haben sie Anfang der 90er Jahre mit dem Ü-Ei-Virus infiziert, inzwischen wimmelt es bei ihr von drolligen Plastikfiguren, die zusammengebaut werden müssen oder als Ganzes in der Plastikhülle stecken. Was als Hobby begann, hat sich inzwischen zum Kleingewerbe ausgeweitet.

Schüttel-Test im Geschäft

In der Regel seien es Erwachsene, die Figuren aufbewahren und in Setzkästen zur Schau stellen – oder doppelte Figuren auf Flohmärkten verkaufen. „So fängt es meist mit dem Sammeln an“, weiß Schamber aus eigener Erfahrung. Im Laufe der Jahre hat sie Stammkunden gewonnen, die nicht nur ihre Börse besuchen, sondern vor allem telefonisch bestellen.

„Der Großteil des Geschäfts lebt vom persönlichen Kontakt“, sagt sie. Die Ü-Ei-Sammler seien wie eine Gemeinschaft, daher liefen Tausch oder Verkauf kaum über das Internet. Ihrer Kundschaft bietet Susanne Schamber nicht nur einzelne Figuren, sondern auch komplette Sätze Beipackzettel, Palettenanhänger, Alupapier in verschiedenen Ausführungen oder Dioramen, aufklappbare Pappschachteln mit Fußball- oder Dschungelmotiven.

Es gebe rund ums Ü-Ei nichts, was nicht gesammelt werde, sagt Schamber. Das Hauptgeschäft werde allerdings mit neuen Serien gemacht. Zwei, drei Mal im Jahr beliefert das Süßwarenunternehmen die Einzelhändler mit neuen Figuren. Dann schickt Susanne Schamber Ehemann Frank zum Großeinkauf.

Schütteln und Wiegen sind seine Auswahlkriterien. Raschelt es im Inneren des Eis, befindet sich darin ein Zusammensteck-Spielzeug. Ist das Ei schwerer, vermutet Frank Schamber eine komplette Figur. Die Schokolade mögen die Schambers schon lange nicht mehr selbst essen. Freunde und Bekannte freuen sich darüber, manchmal bekommt auch die Groß-Gerauer Tafel etwas ab.

Um den Kunden eine möglichst große Auswahl zu anbieten zu können, tauscht Susanne Schamber Mehrfachserien mit befreundeten Händlern, denn mitunter sei das Mischungsverhältnis im Süden Deutschlands anders als im Norden. Auch mit ausländischen Händlern hält sie Kontakt und hat schon Ü-Ei-Figuren nach Australien, Russland und China verschickt. Die derzeit aktuelle ist die Serie der fröhlichen Regenbogenstrolche.

Häufig interessieren sich aber nicht nur Ü-Ei-Sammler für die Kultobjekte. Auch Filmfans haben Freude an Figuren aus Herr der Ringe, Ice Age, Shrek oder Wicki und Flugzeugliebhaber interessieren sich für die Sonderserien des A?380. Neben den Lizenzserien gibt es die speziell für Ferrero entwickelten Figuren wie Teeny Tapsi Törtels oder Crazy Crocos. Mit die ersten Figuren, die 1974 auf den Markt kamen, waren Schlümpfe. Die Ü-Ei-Klassiker gab es vor drei Jahren noch einmal mit einer Sonderfigur in einer Kleinstauflage, die inzwischen sehr begehrt ist und knapp 100 Euro koste, so Schamber. Für die ersten Originale überhaupt würden heute sogar bis zu 1000 Euro gezahlt. Wegen der hohen Preise werden auch Fälschungen produziert und auf den Markt gebracht.

Insgesamt ist der Sammlermarkt allerdings rückläufig, etliche Liebhaber müssten sich aus Platz- oder Altersgründen von ihren Figuren trennen, sagt Susanne Schamber. Daran denkt sie aber noch lange nicht, schließlich teilt bei ihr die ganze Familie die Leidenschaft für Ü-Eier. ( eda)

Drei Mal im Jahr gibt es die Sammler-Börse, die nächsten Termine sind am 21.?August und am 13. November jeweils von 10 bis 15 Uhr.

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