Rüsselsheim

Schutz vor Bahnlärm

Drei neue Lärmschutzwände sollen in Zukunft störende Geräusche von vorbeifahrenden Zügen entlang der Bahngleise in Rüsselsheim von den Anwohnern fernhalten. Zwei werden in diesem Jahr gebaut, die Errichtung der dritten Wand ist für Anfang 2017 geplant.

Eine Länge von 1,972 Kilometern und eine Höhe von drei Metern werden die Schallschutzwände haben, die entlang der Bahnstrecke Frankfurt-Mainz errichtet werden. Noch 2016 werden die Baumaßnahmen entlang der Rheinstraße (Eichsfeld) auf der Südseite und entlang der Graben- und Stettiner Straße bis zur Bonner Straße auf der Nordseite der Bahnlinie vorgenommen. Eine dritte Lärmschutzwand im Bereich der Tannenstraße soll aus betrieblichen Gründen erst 2017 entstehen.

Farblich ausgeführt ist die Rüsselsheimer Wand wie das Pendant in Bischofsheim: unten dunkelgrün, nach oben hin heller werdend bis weiß.

150 Millionen Euro jährlich

Aufgrund der dichten Zugfolge und des Fern-, Regional- und S-Bahnverkehrs sind diese laut der Deutschen Bahn nur bei Nacht möglich. Diese Arbeiten erfolgen in den Nächten von Montag auf Dienstag bis Freitag auf Samstag jeweils in der Zeit von Mitternacht bis 4.30 Uhr. Während der Arbeiten würden Gutachter Lärm- und Erschütterungsmessungen durchführen, um Belastungen und Beschädigungen zu dokumentieren. Die Bauarbeiten dauern aller Voraussicht nach bis zum 15. Juli.

„Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ heißt das Programm, das der Bund 1999 ins Leben gerufen hatte. 150 Millionen Euro stehen der Bahn jährlich zur Verfügung, etwa für die Lärmsanierung an der Strecke oder die Umrüstung von Güterwagen.

Bis spätestens 2030 soll der Gesamtumfang an Schienennetz von etwa 3700 Kilometern saniert sein. Seit 1999 sind laut Bahn bereits knapp 1500 Kilometer Strecke saniert und mehr als 610 Kilometer an Schallschutzwänden errichtet worden. (eda)

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