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Von hier aus werden Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz gesteuert.
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Von hier aus werden Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz gesteuert.

Groß-Gerau

Schaltstelle für Notfälle

Die Zentrale Leitstelle des Kreises Groß-Gerau zieht um: Ab dem 28. Februar hat sie ihren neuen Standort im Gefahrenabwehrzentrum am Landratsamt über der Sparkasse.

Bislang war die Leitstelle, von der aus Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Kreis Groß-Gerau gesteuert werden, in einem Nebengebäude der Kreisverwaltung untergebracht.

Die 16 Büroräume, die Besprechungszimmer für den Notfallstab und die Zentrale Leitstelle sind inzwischen mit Möbeln und Technik ausgestattet. Bis zum Umzug müssen sich die 30 Mitarbeiter der Leitstelle mit der neuen Technik vertraut machen.

Die bisherige Technik war schlichtweg veraltet, berichten der Leiter des Fachbereichs Gefahrenabwehr, Hans-Joachim Oschinski, und Kreisbrandinspektor Markus Staubach. Es sei unmöglich gewesen, für manche defekten Teile Ersatz zu beschaffen. Von drei Arbeitsplätzen sei einer schon komplett ausgefallen und musste mit Utensilien anderer Tische wieder zusammengeflickt werden. Auch sei die neue Telefonanlage schlauer, merke sich die Rufnummern automatisch.

Störungen werden gefiltert

Ein weiterer Vorteil der neuen Technik sei, dass der Einsatzleitrechner mehr Möglichkeiten habe. Zum Beispiel werde die Übertragung von Signalen der rund 500 im Kreis befindlichen Brandmeldeanlagen klarer. Störungen der Anlagen würden als solche herausgefiltert und könnten rasch behoben werden, indem sofort ein Servicetechniker informiert werde. In der Leitstelle kämen dadurch künftig nur noch echte Alarme an.

Bei den neuen Räumen habe sich der Kreis an Vorbildern in Wetzlar und Kassel orientiert. Direkt neben dem Raum für die Zentrale Leitstelle befindet sich ein kleinerer Stabsraum für Gruppen bis zu zehn Leuten. Eine Tür weiter ist der Stabsraum für größere Einsatzlagen. Dort finden rund 20 Menschen Platz.

Benötigt werden diese Räume bei größeren Unglücken oder Katastrophen. Denn dann werden Fachberater, zum Beispiel von Polizei, Hilfsdiensten oder der Bahn herangezogen. Größere Einsätze können allein durch Unwetter zwei-, dreimal im Jahr vorkommen, sagt Kreisbrandinspektor Staubach. Mehr als 100 Notrufe gehen in solchen Fällen unter der Nummer 112 ein.

Dann ändert sich auch die Aufgabenverteilung: Manche Mitarbeiter sind nur für den Notruf zuständig, andere entscheiden über die Priorität der Maßnahmen und Einsätze.

Die Zentrale Leitstelle ist rund um die Uhr besetzt – in drei Schichten mit jeweils zwei Mitarbeitern. Für den Notfall gibt es Rufbereitschaften, um das Personal aufzustocken. Außerdem, sagt Hans-Joachim Oschinski, gibt es viele Ehrenamtliche in der Stabsbesetzung: von Rotem Kreuz über Arbeiter-Samariter-Bund und Freiwilligen Feuerwehren bis zum Technischen Hilfswerk.

Eine zusätzliche Aufgabe der Leitstelle könnte der ärztliche Notfallvertretungsdienst sein – die Vermittlung von Kranken und Verletzten an passende Ärzte oder Krankenhäuser wäre theoretisch möglich, sagt Oschinski. (amt)

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