Rüsselsheim

Teilhabe sichern

  • schließen

Der bisheriger „Berechtigtenausweis“ wird tendenziell zu schlecht abgenommen. Deshalb soll er nun erneuert werden. Der „Rüsselsheim-Pass“ bietet noch mehr Vergünstigungen und richtet sich an weitere Personenkreise.

Um einkommensschwachen Menschen den Zugang zu vielen Kultur- und Bildungsangeboten zu ermöglichen, will die Stadt Rüsselsheim den bisherigen „Berechtigtenausweis“ durch den „Rüsselsheim-Pass“ ersetzen. Eine umfangreiche Vorlage, deren Inhalte in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe erarbeitet wurden, hat der Magistrat jetzt der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung zugeleitet, teilt die Stadt mit.

„Wir haben festgestellt, dass der bisherige Ausweis nur geringe Verbreitung gefunden hat“, sagt Sozialdezernent Dennis Grieser (Grüne). Der neue Pass indes soll ein größeres Leistungsangebot umfassen und stärker beworben werden.

Zudem soll der Kreis der berechtigten Personen erweitert werden. In den Genuss der Vergünstigungen kämen über den bisherigen Kreis der Menschen mit Bezug von Sozialleistungen dann auch Inhaber der Ehrenamtscard und Kräfte im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst, Wohngeldempfänger sowie Familien mit Kinderzuschlag.

Inhaber des Rüsselsheim-Passes würden zukünftig beispielsweise 75 Prozent Ermäßigung auf den Eintritt in städtische Schwimmbäder erhalten, und die Jahresgebühr für die Stadtbücherei soll entfallen, sehen die Planungen vor. Im Theater könnten an der Abendkasse Restkarten kostenlos abgeholt werden. Besonders Kinder und Jugendliche sollen zukünftig stärker von den Vergünstigungen profitieren können. So biete der Pass für sie die kostenfreie Teilnahme an Kursen der Musikschule sowie bis zu zwei Kursen der Volkshochschule pro Jahr.

Die Mehrkosten werden ab dem Jahr 2020 auf 188 000 Euro geschätzt. Für den Haushalt 2019 hat die Stadt bereits anteilige Mehrkosten von 45 500 Euro kalkuliert. Über einen Probezeitraum von drei Jahren sollen die Erfahrungswerte evaluiert werden. laf

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare