Rüsselsheim

Stadt schottet sich ab

Die Deichtore an Dammgasse und Mainstraße in Rüsselsheim sind gestern zum Schutz vor Hochwasser geschlossen worden. Der steigende Pegel des Mains hat die Verantwortlichen dazu bewogen, bei 4,85 Meter gegen 13.30 Uhr das Mainvorland komplett abzuschotten.

Zum letzten Mal hat es dies im Januar 2003 gegeben. Dabei ging es der Stadt weniger darum, die Innenstadt akut vor Hochwasserfluten zu schützen, sondern der Unvernunft mancher Autofahrer einen Riegel vorzuschieben, die bislang trotz Verbotsschildern Parkplätze in der Hochwasserzone genutzt hätten.

Für heute wird ein Anstieg des Pegels um 30 Zentimeter auf 5,20 Meter erwartet. Aber mit Land unter rechnet für Rüsselsheim ernsthaft keiner. Alle Maßnahmen sind vorbeugender Natur, betonten die Verantwortlichen.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes gehen bis zu fünfmal täglich den Deich ab – dazu hat das Regierungspräsidium alle Mainanrainerkommunen verpflichtet. Im Ordnungsamt ist eine Koordinierungsstelle eingerichtet worden, und die Feuerwehr hat erste Sandsäcke befüllt. 80?000 Stück lagern in der Wache am Rugbyring, nebst Sandhaufen und Nähmaschine zum Versiegeln.

Kaum tangiert vom Hochwasser des Mains seien die Grundwasserpegel. Keller seien somit sicher, das seien ohnehin zwei voneinander nahezu unabhängige Wassersysteme, erklärte Feuerwehrchef Thomas Meudt.

Allein schon von seiner geografischen Lage her sei Rüsselsheim kaum durch Hochwasser gefährdet, da die Stadt leicht erhöht liege. (plu)

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