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Rüsselsheim: Stadt erlässt Verordnung gegen streunende Katzen

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Von: Claudia Kabel

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Herrenlose Katzen dürfen in Rüsselsheim jetzt eingefangen und kastriert werden.
Herrenlose Katzen dürfen in Rüsselsheim jetzt eingefangen und kastriert werden. © Renate Hoyer

Streuenende Hauskatzen dürfen in Rüsselsheim künftig kastriert werden. So will es die neue Katzenschutzverordnung.

Streunende Katzen in Rüsselsheim können künftig kastriert werden. Das hat die Stadt in einer Katzenschutzverordnung beschlossen. In Königstädten, aber auch in anderen Teilen des Stadtgebiets, sei eine Vielzahl verwilderter und herrenloser Katzen festgestellt worden, teilte die Stadt mit. Die Tiere würden durch ihre unkontrollierte Vermehrung eine zunehmende Gefahr für andere Wildtiere darstellen, aber auch für sich selber. Der Magistrat habe daher eine Katzenschutzverordnung erarbeitet, der die Stadtverordneten nun zugestimmt haben. Mit der Verordnung sei künftig für mehr Rechtssicherheit beim Einfangen und Kastrieren gesorgt.

Bislang durften in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Rüsselsheim nur Katzen eingefangen und kastriert werden, bei denen sich zweifelsfrei feststellen ließ, ob sie herrenlos waren. Nun könne „jede in Rüsselsheim angetroffene fortpflanzungsfähige Katze, die nicht innerhalb von 48 Stunden identifiziert werden kann, kastriert werden“, hieß es. Werde dagegen der oder die Tierhalter:in identifiziert, könne diese verpflichtet werden, das Tier auf eigene Kosten kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen.

Zusätzlich regelt die Verordnung eine generelle Kastrations- und Registrierungspflicht für die Halterinnen und Halter freilaufender Katzen, die älter als fünf Monate und fortpflanzungsfähig sind. Katzen müssen dabei mittels Mikrochip oder Tätowierung gekennzeichnet und bei einem Haustierregister wie dem Verein Tasso oder beim Deutschen Tierschutzbund registriert werden.

Seit zehn Jahren hat sich die Zahl der Fundkatzen mehr als verdreifacht. Laut Stadt registrierte das Tierheim 2011 noch 111 streunende Katzen, im Oktober 2021 seien es 344 gewesen. Es seien entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Katzen und ihre Nachkommen, die sich zunehmend in schlechtem Gesundheits- und Ernährungszustand befänden. Die Verordnung soll „den Kreislauf der unkontrollierten Vermehrung durchbrechen“ so Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos). cka

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