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Eselswiese Rüsselsheim: Neues Wohnquartier für mehr als 3000 Menschen

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Das Luftbild zeigt das Baugebiet Eselswiese im Nordosten des Rüsselsheimer Stadtteils Bauschheim.
Das Luftbild zeigt das Baugebiet Eselswiese im Nordosten des Rüsselsheimer Stadtteils Bauschheim. © Stadt Rüsselsheim/Frank Hüter

Die Stadt Rüsselsheim hat einen Rahmenplan für die Entwicklung des Baugebiets „Eselswiese“ im Nordosten des Stadtteil Bauschheim vorgestellt.

Im Neubaugebiet „Eselswiese“ im Nordosten des Rüsselsheimer Stadtteils Bauschheim wird in den nächsten Jahren eines der größten Baugebiete der Rhein-Main-Region entstehen. Die Stadt Rüsselsheim hat am Mittwoch eine Rahmenplanung für das mehr als 60 Hektar große Entwicklungsgebiet vorgestellt, das an die Bauschheimer Brunnenstraße und die Landstraße angrenzt, die von Bischofsheim nach Nauheim führt.

Vorgesehen ist, auf mehr als der Hälfte der Baufläche Wohnhäuser für mehr als 3000 Menschen zu errichten. In dem neuen Quartier sollen neben freistehenden Einfamilienhäusern auch Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohnbauten entstehen. Eine Fläche von 13,5 Hektar soll gewerblich genutzt werden. Weitere fünf Hektar werden als Mischgebiet geplant, und zehn Hektar sind für öffentliche Grünflächen vorgesehen.

Rüsselsheim: Rahmenplan für Baugebiet Eselswiese liegt vor

Die Stadt hat mit den Siegern eines städtebaulichen Wettbewerbs einen Rahmenplan erarbeitet, der sowohl die Ergebnisse des Wettbewerbs als auch die Empfehlungen des Preisgerichts wie landschaftsplanerische, technische und wirtschaftliche Vorgaben berücksichtigt. Der Plan soll nach Angaben von Baustadtrat Nils Kraft (SPD) „die Ziele und den Rahmen für die künftige Quartiersentwicklung vorgeben und als Grundlage für die verbindliche Bauleitplanung dienen“.

Das neue Baugebiet solle in die bestehende Struktur des Stadtteils Bauschheim integriert werden, für das Quartier sind drei Kindertagesstätten und eine Schule vorgesehen. Allerdings ist laut Frank Kohmann, dem Leiter des Fachbereichs Stadt- und Grünplanung der Stadt, noch unklar, ob in dem Neubaugebiet nur eine Grundschule, eine weiterführende Schule oder eine Mischung aus beiden entstehen soll.

Eselswiese Rüsselsheim: Ein Entréeplatz und eine grüne Mitte

In die Rahmenplanung wurden auch die Ergebnisse eines Bürgerdialogs einbezogen. Etliche Bürgerinnen und Bürger hatten den Wunsch geäußert, in dem Quartier gemeinschaftliche Angebote für sportliche Aktivitäten und Treffen einzuplanen.

Das Berliner Architekturbüro Studio Wessendorf, das zusammen mit den Landschaftsarchitekten vom Atelier Loidl 2020 den städtebaulichen Wettbewerb gewonnen hatte, hat nun erste Visualisierungen angefertigt. Nach seiner Vorstellung sollten ein begrünter Entréeplatz, eine grüne Mitte und eine weitere Grünzone, ein sogenannter Anger, geschaffen werden. Vorgesehen ist auch, eine vorhandene Sanddüne zu erhalten und diese um eine öffentliche Grünfläche als „Pufferzone“ zu ergänzen.

So stellen sich die Berliner Architekten die Gestaltung des neuen Entréeplatzes vor.
So stellen sich die Berliner Architekten die Gestaltung des neuen Entréeplatzes vor. © Studio Wessendorf

Rüsselsheim: Sieben Quartiersgaragen im Baugebiet Eselswiese geplant

Das Wohngebiet soll vor allem unter dem Aspekt des Fuß- und Radverkehrs gestaltet werden, sagte Kohmann. Autos sollen in sieben Quartiersgaragen abgestellt werden. Auch sei daran gedacht, Abstellplätze für Carsharing einzurichten.

Auf den 1000 bis 6000 Quadratmeter großen Gewerbeflächen sollen sich nach den Worten von Kohmann Dienstleistungsunternehmen aus dem Forschungs-Entwicklungssektor sowie „innovative Handwerksbetriebe“ ansiedeln. Auch die Eingangsbereiche sollen laut Stadtrat Kraft „qualitativ hochwertig“ gestaltet werden. Ein Entrée mit Discountern an einem Kreisverkehr, wie dies andernorts üblich sei, werde es nicht geben, versicherte Kraft.

Eselswiese Rüsselsheim: Investitionsvolumen von 175 Millionen Euro

Die Stadt geht von einem Investitionsvolumen von 175 Millionen Euro aus. Allein für die Erschließung werden 95 Millionen Euro, für den Grunderwerb, die Bodenordnung und Ausgleichszahlungen rund 46 Millionen Euro eingeplant.

Im März wird sich die Stadtverordnetenversammlung mit der Rahmenplanung beschäftigen. Baustadtrat Kraft geht davon aus, dass frühestens von 2026/27 an – etwa ein Jahr nach Beginn der Erschließungsarbeiten – mit dem Bau der Häuser begonnen wird.

DAS BAUGEBIET

Das Entwicklungsgebiet „Eselswiese“ im Nordosten des Rüsselsheimer Stadtteils Bauschheim ist mehr als 60 Hektar groß. Davon sind 31 Hektar für Wohnbebauung vorgesehen. Auf fünf weiteren Hektar sollen in einem gemischten Baugebiet Gebäude mit einer gewerblichen Nutzung und zu Wohnzwecken errichtet werden.
Der Bebauungsmix soll freistehende Einfamilienhäuser und Reihenhäuser sowie Geschosswohnungsbau beinhalten.

Mit der Erschließung soll in den Jahren 2025/26 begonnen werden. Frühestens von 2026/27 an beginnen dann die Hochbauarbeiten. jjo

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