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Einstimmig abgelehnt: Die Rüsselsheimer Stadtverordneten wollen im Gewerbepark-West kein Logistikzentrum von Ikea, sondern stattdessen kleinere und mittlere Unternehmen ansiedeln.

Rüsselsheim

Streit um Warenlager in Rüsselsheim: Ikea hofft noch auf „einvernehmliche Lösung“

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Der schwedische Möbelkonzern bezweifelt, dass das einstimmig von den Stadtverordneten beschlossene kleinteilige Gewerbegebiet im Gewerbepark-West realisiert werden kann.

Der Möbelkonzern Ikea will das Ergebnis der einstimmigen Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung für ein kleinteilig strukturiertes Gewerbegebiet im Rüsselsheimer Gewerbepark-West ohne ein Ikea-Warenverteilzentrum „selbstverständlich“ akzeptieren. In einer Mitteilung heißt es: „Wir möchten uns nicht gegen den Willen der Politik und der Menschen vor Ort in Rüsselsheim ansiedeln.“

Ikea überrascht über das klar ablehnende Votum des Stadtparlaments

Gleichwohl ist die Ikea-Geschäftsführung überrascht darüber, dass eine gemeinsam mit der Stadt Rüsselsheim erarbeitete Kompromisslösung vor der Abstimmung „nicht mehr Gegenstand der Diskussionen“ gewesen sei. „Verwundert“ sei man auch darüber, dass sich die Stadtverordneten für eine Lösung entschieden hätten, deren Realisierung zum jetzigen Zeitpunkt „fraglich“ erscheine.

Ikea könnte Entwicklung des Gewerbeparks in Rüsselsheim blockieren

Ohne Zustimmung von Ikea als Grundstückseigentümer könne die nun beschlossene Planung nicht realisiert und ein rechtskräftiger Bebauungsplan beschlossen werden. Darüber hinaus sei für die Variante eines kleinteiligen Gewerbegebiets die verkehrliche Erschließung nicht gesichert.

„Wir werden nun die nächsten Schritte der Stadt aufmerksam verfolgen und hoffen, dass es möglicherweise doch noch zu einer zeitnahen, einvernehmlichen Lösung für alle Beteiligten kommen kann“, heißt es zum Schluss der Mitteilung.

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