Rüsselsheim

Rüsselsheim: Fachstelle für Schulbüchereien

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Stadt investiert in die Medienbestände, um unterschiedliche Niveaus anzugleichen und Schülern gleiche Bildungschancen zu geben.

Schulbüchereien leben vom Engagement Ehrenamtlicher, der Lehrkräfte und oft auch durch Spenden. So auch die in Rüsselsheim. Dadurch seien unterschiedliche Standards in der Ausstattung entstanden, teilt Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser (Grüne) mit. „Das wollen wir auf ein einheitliches Niveau anheben.“

Dafür bezuschusst die Stadt ab 2020 die Medienbestände und deren Erneuerung und schafft Lizenzen für eine Software zur Bestandsverwaltung für alle Schulbüchereien an. Dazu kommt eine schulbibliothekarische Fachstelle beim städtischen Eigenbetrieb Kultur123.

Die neue Mitarbeiterin soll die Schulbüchereien dabei unterstützen, Schulungen für ehrenamtliche Kräfte oder eine Vernetzung der Bibliotheken zu organisieren. „Damit wollen wir gleiche Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler schaffen“, so Grieser. Denn den Schulbüchereien komme eine wichtige Aufgabe bei der Leseförderung sowie bei der Vermittlung von Arbeits- und Medienkompetenzen zu.

Damit die Schulen einen guten Bestand an Büchern und anderen Medien aufbauen und dauerhaft aktualisieren können, sollen jährlich wiederkehrende Mittel in Höhe von 27 500 Euro bereitgestellt werden. Die Höhe des Zuschusses orientiert sich dabei an den Empfehlungen zur Basisausstattung des Deutschen Bibliothekenverbands. Der Umfang des Medienbestands richtet sich demzufolge nach der Schulform und Schülerzahl und sieht vor, dass jährlich fünf bis zehn Prozent des Bestands aktualisiert wird. Zudem wird die Stadt 6 000 Euro für die Anschaffung des Softwareprogramms Littera bereitstellen, das zum Teil bereits in einigen Schulbüchereien im Einsatz ist. Damit lässt sich der Bestand der Medien verwalten und die Ausleihe organisieren.

Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung habe das Land zwar auch verbindlich Schulbüchereien vorgeschrieben, aber bisher gebe es keinen einheitlichen Rahmen, an dem sich die Schulen orientieren könnten, betont der Schuldezernent. Das ist ihm zufolge ein weiterer Grund für die ungleiche Ausstattung. Dem begegnet die Stadt nun, indem sie sich an den Standards des Bibliothekenverbandes orientiert. pz

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