Rüsselsheim

Drogenhändler entwischt der Polizei

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Streifenpolizisten suchen eine Frau und werden überraschend in einer Wohnung fündig, wo sie elf Kilo Marihuana sicherstellen. Der Straßenverkaufswert: 160 000 Euro.

Beamten der Polizeistation Rüsselsheim haben zufällig in einer Wohnung ein Drogendepot entdeckt. Nach einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Südhessens waren am Montagmittag zwei Streifenpolizisten auf der Suche nach einer per Haftbefehl gesuchten 31-jährigen Frau, die keinen festen Wohnsitz hat.

Weil als möglicher Aufenthaltsort der Frau eine Anschrift an der Hans-Sachs-Straße in Rüsselsheim bekannt war, wollten sich die Beamten dort nach der Gesuchten erkundigen. Allerdings öffnete der 37-jährige Wohnungsinhaber den Beamten nicht die Tür. Die Polizisten registrierten jedoch den Geruch von Cannabis aus den Räumen. Nach vorheriger Androhung traten die Ordnungshüter schließlich die verschlossene Tür auf. Der Inhaber der Wohnung nutzte allerdings die Zeit, um aus dem zweiten Stockwerk durch ein geöffnetes Fenster zu flüchten. Den Streifenbeamten wurde schnell klar, dass sie sich in der Wohnung eines Drogenhändlers befanden. Die weiteren Ermittlungen übernahmen daraufhin Rauschgiftermittler der Kriminalpolizei.

In der Wohnung konnten insgesamt rund elf Kilo Marihuana und 235 Gramm Kokain aufgefunden werden. Hinzu kommen Verpackungsmaterialien, die offenbar zum Verpacken der Drogen für den Straßenhandel genutzt werden sollten. Die Drogen haben nach Angaben eines Polizeisprechers einen Straßenverkaufswert von etwa 160 000 Euro. Die Fahndung nach dem geflüchteten Täter sowie Ermittlungen zu den Hintermännern dauern an.

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