Schmuckstücke wie diese werden beim Klassikertreffen an den Opelvillen zu sehen sein.
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Schmuckstücke wie diese werden beim Klassikertreffen an den Opelvillen zu sehen sein.

Rüsselsheim Opel

Reise in die Auto-Geschichte

Zu dem Opel-Klassikertreffen in Rüsselsheim werden wieder mehr als 20.000 Besucher erwartet. Neu ist dieses Jahr ein Zelt der Opel-Designabteilung.

Im Jahr 2001 saß Heinz Zettl, damals Chef der Opel-Klassikabteilung, mit ein paar Gleichgesinnten vor den Opel-Villen und sinnierte bei einer Tasse Kaffee über Oldtimer. Rund um die Opel-Villen waren ein paar alte Autos ausgestellt, es kamen etwa 200 Interessierte. Ein Jahr später hatte sich deren Zahl bereits verdoppelt, 2003 waren es schon 800 Besucher, und auch die Zahl der Leute, die mit ihren historischen Fahrzeugen Rüsselsheim ansteuerten, wuchs beständig.

2012 waren es dann 2500 Oldtimer und 25.000 Besucher. Bald war der Stadtpark zu klein, das Mainufer wurde in die Veranstaltungsfläche mit eingezogen. Heute ist das Klassikertreffen nicht nur das größte, sondern auch das schönste seiner Art. Vor allem wegen des Stadtparks, aber auch, weil alle gewerblichen Aktivitäten wie der Verkauf von Ersatzteilen ausgeschlossen sind und sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer nichts zahlen müssen.

Jeder kann zwischen 10 und 16 Uhr mit seinem Oldtimer oder als Besucher kommen, jeder kann wieder wegfahren oder gehen, wann es ihm gefällt. Für dieses Jahr haben sich die Organisatoren wieder etwas Besonderes einfallen lassen: Rund um die Opelvillen werden am kommenden Sonntag die Cabrios des Rüsselsheimer Autobauers ausgestellt. Das erste unter der Marke Opel vertriebene Fahrzeug, der Patent-Motorwagen System Lutzmann, war ein offenes Fahrzeug. Es wird ebenso gezeigt wie der legendäre Moonlight-Roadster von 1933 oder das Super-6-Cabrio mit Gläser-Karosserie aus der Opel-Werkssammlung.

Zu sehen ist auch der mit orangefarbener Folie beklebte Opel-Cascada, vor dem sich das holländische Königspaar vor knapp drei Wochen für ein Foto postierte.

Neben den Fahrzeugen aus der Opel-Werkssammlung ist ein Super-6-Geländesportwagen zu sehen. 15 Stück wurden 1937 gebaut, um mit ihnen Geländerennen zu fahren. Das am Sonntag präsentierte Fahrzeug ist das einzige noch existierende Exemplar. Sein Besitzer fand es vor rund 15 Jahren auf der Wasserkuppe, wo es als Schleppfahrzeug für Segelflugzeuge eingesetzt war. Ebenfalls zu sehen ist ein viertüriges Admiral-Cabrio von 1938, das 1939 während des Krieges konfisziert wurde und später über Litauen und Estland zu seinem heutigen Besitzer nach Deutschland kam, der es gründlich restaurierte und seitdem viele Oldtimerpreise gewonnen hat.

Neu ist dieses Jahr ein Zelt der Opel-Designabteilung. Dort wird gezeigt, wie Fahrzeuge früher entworfen wurden und wie sie heute am Computer konstruiert werden.

Kostenlose Pendelbusse

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Das Parkhaus in der Frankfurter Straße steht den Besuchern nicht mehr kostenlos zur Verfügung. Wer dort parkt, muss den normalen Tarif bezahlen. Wer kostenlos parken will, soll direkt den Opel-Werksparkplatz M 55 ansteuern. Von diesem Parkplatz fahren ständig zwei kostenlose Pendelbusse zum Veranstaltungsgelände, darunter der Opel-Blitz-Panorama-Bus.

Gegen 12 Uhr kommt am Sonntag auch Opel-Chef Karl-Thomas Neumann zu der Veranstaltung. Natürlich fährt er stilecht in einem Opel 8/25-Tourer von 1920 vor. Für die Besucher gibt es ein musikalisches Rahmenprogramm, wobei sich dieses nicht auf einer festen Bühne, sondern auf dem gesamten Gelände abspielt. Die Veranstalter hoffen auf Sonnenschein und sind bei diesem Wunsch guter Dinge. Denn bei den bisherigen zwölf Klassikertreffen habe es zwar samstags öfter geregnet, sonntags sei es aber, bis auf eine Ausnahme, immer trocken geblieben. hde

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