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Die Schaufenster an der Fassade sollen bald bis zum Boden gehen.
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Die Schaufenster an der Fassade sollen bald bis zum Boden gehen.

Opel

Neue Wege ins Altwerk

Nach zweijähriger Planungspause ist aus Sicht vom Investor Stefan Zimmermann jetzt „genau der richtige Zeitpunkt“ für das Projekt. Er will seine Vorstellungen zum Opel-Forum der Politik vorstellen

Die Planungen für das Opel-Forum in Rüsselsheim laufen auf Hochtouren. Investor Stefan Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter des Projektentwicklers Acrest Property Group aus Berlin, ist zuversichtlich, dass bis Ende des ersten Quartals 2012 der Bauantrag eingereicht ist und mit den Abrissarbeiten begonnen werden kann. Bei den Verantwortlichen auf Seiten der Stadt herrscht dagegen eher Skepsis. „Das sind Äußerungen, die wir im Moment nicht bestätigen können“, hieß es von Folkmar Schirmer (Grüne), ehrenamtlicher Stadtrat, und Stadtplaner Frank Kohmann.

Schirmer macht vor allem bei den politischen Parteien eine „gewisse Zurückhaltung“ aus, weil sie sich noch nicht genug informiert fühlten. „Wir müssen klären, wer was will, und deshalb ist es erforderlich, dass öffentlich diskutiert wird.“

Unklarheiten gibt es vor allem mit Blick auf die Erschließung, die Wegerechte und die Öffnung zur Marktstraße hin. „Was hat die Stadt für Interessen und welche verbindlichen Zusagen erwartet der Investor?“ Diese Fragen müssten geklärt werden, so Schirmer.

Erschließung des Altwerkareals

Eine Sondersitzung des Bauausschusses soll jetzt Klarheit bringen, dann müsse die Stadtverordnetenversammlung sagen, „in welche Richtung es gehen soll.“

Änderungen plant Investor Zimmermann bei der Verkehrsführung zur Erschließung des Altwerkareals. Der Verkehr soll jetzt nicht mehr durch das Gelände, sondern parallel zur Bahn verlaufen.

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Erschließung im Süden vom Rugbyring aus über eine Brücke über die Bahnlinie Richtung Weisenauer Straße und mit einem Abzweig in das Altwerkareal zwischen Shoppingcenter und Autowerk führt. Jetzt ist geplant, diesen Platz autofrei zu halten. Die Autos sollen über einen Kreisel oder eine Kreuzung rund 100 Meter vor der Weisenauer Straße ein Stück zurück und entlang der Bahnlinie geführt werden, um dann auf die Parkdecks über dem Einkaufszentrum aufzufahren.

Geänderte Verkehrsführung

Eingänge für das Einkaufszentrum sind am alten Hauptportal, Marktstraße/Ecke Weisenauer Straße und von der Bahn her oberhalb der Sophienstraße vorgesehen.

Für die Südseite entlang der Bahn gibt es Überlegungen, an der Fassade Solarzellen anzubringen. Eine solche „Energiefassade“, so Zimmermann, könnte für die Energieversorgung des Shoppingcenters genutzt werden. Verändert werden soll auch die historische Fassade an der Marktstraße und zum Bahnhofsplatz hin. Geplant ist, alle Schaufenster bis zum Boden herunter zu ziehen, Aluminiumelemente sollen durch Holzkastenfenster ersetzt werden. „Wir befinden uns in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde und den Architekten“, so Zimmermann.

Ausweichend antwortet der Investor weiterhin auf die Frage nach den großen Einzelhandelsunternehmen, den sogenannten Ankermietern für das rund 30?000 Quadratmeter große Einkaufscenter: „Wir führen gute und fortgeschrittene Gespräche, aber es ist noch nichts spruchreif. Es gibt die Vereinbarung, dass im Gesamtpaket alle Mieter Ende des ersten Quartals 2012 bekannt gegeben werden.“

Nach zweijähriger Planungspause, die durch die Krise an den Finanzmärkten und bei Opel und dem Mutterkonzern General Motors entstanden war, ist aus Sicht von Stefan Zimmermann jetzt „genau der richtige Zeitpunkt“ für das Projekt. Die Rückmeldungen des Einzelhandels auf die Stadt und den Standort seien „ausgesprochen positiv.“ (es.)

An der Sondersitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 30. November, nimmt auch der Investor Stefan Zimmermann teil. Die Sitzung beginnt nach einer Begehung des Opel-Altwerkareals ab 16 Uhr um 18 Uhr im Rathaus.

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