Rüsselsheim

Kein Platz in Rüsselsheimer Schulen

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In den nächsten fünf Jahren werden 18 Klassen benötigt. Bürgermeister Dennis Grieser will bis zum Ende des Jahres den Entwurf des Schulentwicklungsplans vorlegen.

Die Kapazitäten in den Schulen der Stadt Rüsselsheim werden knapp. Dies ist das Fazit des zweiten Zwischenberichts zum Schulentwicklungsplan für die Jahre 2019 bis 2024, den Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) vorgestellt hat. „Wir werden daher in den kommenden Jahren ausbauen müssen, um unsere Schullandschaft für die Zukunft zu rüsten“, sagt Grieser.

Vor allem im Grundschulbereich bestehe wegen der hohen Geburtenrate und neuer Wohnbauprojekte im Zeitraum bis 2025 Handlungsbedarf. Auf die gesamte Stadt bezogen werden in den kommenden fünf Jahren 18 zusätzliche Klassen notwendig sein.

Im Einzugsgebiet der Eichgrundschule liegt das Quartier am Ostpark, in dem bis zu 400 Wohneinheiten geplant sind. Dort fehlen bereits jetzt schon Räume – zum einen, weil die Schülerzahl steigt, zum anderen, weil der Pavillon, der als Übergangslösung geplant war, ersetzt werden muss. Eine mögliche Lösung könnte sein, den Standort der Grundschule Hasengrund auszubauen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Das Einzugsgebiet der Eichgrundschule und der Hasengrundschule überschneidet sich teilweise.

In der Innenstadt werden die Kapazitäten nach Angaben der Stadt in den kommenden fünf Jahren für die Grundschüler ebenfalls nicht ausreichen. Die Gründung einer weiteren Grundschule könnte das Problem lösen.

Auch an der Albrecht-Dürer-Schule wird es eng. Sie wird von einer drei- zu einer vierzügigen Grundschule. Zu prüfen sei, sagt Grieser, ob im bestehenden Gebäude Platz geschaffen werden, oder ob ein Neubau eine Lösung sein könne. Zudem müsse geklärt werden, was mit der Volkshochschule passieren soll, die in der Schule ebenfalls Räume nutzt.

Bei den weiterführenden Schulen erwartet die Stadt einen moderaten Anstieg der Schülerzahlen. Der Trend, der sich an den Grundschulen abzeichne, erreiche die weiterführenden Schulen zu einem späteren Zeitpunkt. „So rechnen wir ab dem Schuljahr 2026/27 mit bis zu 100 Schülerinnen und Schülern mehr pro Jahr“, sagt Grieser. Handlungsbedarf bestehe auch bei den beiden Förderschulen.

Bis Ende des Jahres sollen nun alle Ergebnisse in einem Entwurf des Schulentwicklungsplans zusammengetragen werden, der Handlungsempfehlungen enthalten wird, die die Stadtverordneten dann Anfang des kommenden Jahres beraten werden. „Wir werden dafür sehr genau prüfen, welche Projekte Priorität haben sollen“, kündigt Grieser an. Das gelte nicht nur in Hinblick auf die angespannte Haushaltslage, sondern auch vor dem Hintergrund eines Fachkräftemangels im Baugewerbe, der eine längerfristige Planung notwendig mache. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 soll es dann einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Schulentwicklungsplan geben.

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