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Das Schwimmbecken im neuen Hallenbad muss noch gefliest werden. Ein Gerüstbauer trägt Metallstangen in den Neubau.
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Das Schwimmbecken im neuen Hallenbad muss noch gefliest werden. Ein Gerüstbauer trägt Metallstangen in den Neubau.

Rüsselsheim

Hallenbad öffnet vor Weihnachten

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Neubau des Lachebades in Rüsselsheim kostet die Stadt mit 15,5 Millionen Euro deutlich mehr Geld als ursprünglich geplant.

Die Rohbauten der Schwimmbecken sind schon fertig, aber noch nicht gekachelt, und die meisten technischen Anlagen sind auch schon eingebaut worden, aber noch nicht betriebsbereit. Noch türmen sich vor dem Eingang des neuen Lachebades am Rüsselsheimer Brückweg Holzpaletten, diverse Baumaterialien und Erdhaufen. Doch bis kurz vor Weihnachten sollen alle Bauarbeiten erledigt sein. Dann soll das neue Hallenbad eröffnet werden. Das haben Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) und Frank Kohmann, der für das Bauprojekt zuständige Leiter des Fachbereichs Umwelt und Planung, bei einer Baustellenführung mitgeteilt. Das Bauprojekt wird aber mit 15,5 Millionen Euro deutlich teurer als ursprünglich geplant. Wegen einer defekten Kühlanlage war das 1964 errichtete Hallenbad an der Hans-Sachs-Straße im März 2013 geschlossen worden. In den Belüftungsrohren wäre es bei einem Weiterbetrieb zu einer Schimmel- und Keimbildung gekommen.

Als dann im Oktober 2014 die Rüsselsheimer Stadtverordneten einstimmig – bei Enthaltung der Linken – den Grundsatzbeschluss für den Neubau fassten, war von Baukosten in Höhe von 9,8 Millionen Euro die Rede gewesen. Eine Bürgerinitiative hatte zuvor mehr als 11 000 Unterschriften gesammelt, um mit einem Bürgerbegehren die unverzügliche Reparatur und Wiederinbetriebnahme des Sport- und Lehrschwimmbeckens zu erreichen. Zu einem Bürgerentscheid kam es dann aber nicht, weil die Stadt mit den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens eine Einigung erreichte. So verpflichtete sich die Stadt, den Neubau zur Hallenbadsaison 2017/18 fertigzustellen und provisorisch einen ganzjährigen Schwimmbetrieb am Standort „An der Lache“ zu gewährleisten. Mit der Eröffnung des neuen Hallenbades wollten die Vertrauensleute dann das Bürgerbegehren als erledigt betrachten und zurücknehmen.

Der Neubau nimmt unterdessen weiter Gestalt an. Bauarbeiter montierten in dieser Woche ein Gerüst in der Schwimmhalle. Auch auf dem Außengelände wurden mit einem Bagger Grabungsarbeiten erledigt. In den nächsten fünf Monaten soll nun der Innenausbau fertiggestellt werden. Zuständig für die Bauarbeiten ist das Architektur- und Ingenieurbüro Bauconsult aus Frankfurt. Und um die Haustechnik kümmert sich das Ingenieurbüro Fey und Partner aus Wuppertal.

Im Inneren des Gebäudes wurde bereits der Estrich verlegt. Auch an den Fliesen und am Trockenbau wird schon gearbeitet. Demnächst soll nach Angaben von Bauleiter Andreas Umierski mit den Maler- und Spachtelarbeiten sowie dem Deckenausbau in der Schwimmhalle begonnen werden. Parallel dazu erfolgen die restlichen Installationen für die Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen. Zudem werden Stromkabel verlegt und die badetechnischen Anlagen und die Gebäudeautomation betriebsfertig gemacht. Auch der Umkleidetrakt soll in den nächsten Wochen hergerichtet werden.

In dem neuen Hallenbad ist nach Angaben von Stefan Kawalski, dem für die Haustechnik zuständigen Ingenieur, schon ein kleines Blockheizkraftwerk installiert worden. Auf dem Dach des Neubaus seien zudem alle technischen Vorkehrungen getroffen worden, um dort zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Solarthermieanlage zu installieren. Rund zwei Jahre lang soll zunächst der Energieverbrauch ermittelt werden, um dann auf Basis der Zahlen die Entscheidung für ein bestimmtes Gerät treffen zu können.

Nach der Eröffnung des neuen Hallenbads soll das Freibad ertüchtigt und das alte Bad abgerissen werden. Was aus den bisherigen und teilweise nicht mehr benötigten Flächen wird, ist noch unklar. Nach den Vorstellungen von OB Burghardt sollten auf dem Areal des alten Bads Wohnhäuser entstehen.

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