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Rüsselsheim

Burghardt gegen Bausch

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Über den künftigen Oberbürgermeister entscheidet eine Stichwahl am 8. Oktober.

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Rüsselsheim ist Amtsinhaber Patrick Burghardt (CDU) am Sonntag nicht im ersten Wahlgang wiedergewählt worden. Der 36-Jährige tritt bei der Stichwahl am 8. Oktober gegen den parteilosen Juristen Udo Bausch an, der von der SPD und den Grünen unterstützt wird.

Laut dem vorläufigen Endergebnis stimmten für Burghardt 49,0 Prozent der Wähler. Bausch kam auf 25,6 Prozent. Er lag 72 Stimmen vor Joachim Walczuch, den Fraktionsvorsitzenden der Wählerinitiative „Wir sind Rüsselsheim“, für den 25,4 Prozent der Wähler votierten. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,6 Prozent. Burghardt sagte, er sei „stolz“ auf das Ergebnis und wolle seine Wähler für die Stichwahl mobilisieren. Bausch äußerte, er Er wolle sich für ein wirtschaftlich starkes Rüsselsheim und „für mehr soziale Gerechtigkeit in der Stadt“ einsetzen.

Rund 44 500 Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer waren zur Wahl aufgerufen. Sie hatten das Privileg, nicht nur ihre Erst- und Zweitstimme bei der Bundestagswahl abzugeben, sondern auch die Möglichkeit, ihr Stadtoberhaupt neu zu wählen.

Der gelernte Speditionskaufmann und frühere CDU-Landtagsabgeordnete Burghardt ist seit Januar 2012 Oberbürgermeister der mit rund 63 000 Einwohnern größten Stadt des Kreises Groß-Gerau. Nachdem er am Samstagabend am Mainvorland noch am Weinstand der Rüsselsheimer Vereine vorbeigeschaut hatte, teilte er am späten Sonntagvormittag, nachdem er seine Stimme im Wahllokal abgegeben hatte, via Facebook mit: „Tat auch gar nicht weh! Haben fertig ...“ Am Nachmittag gab sich der OB dann betont sportlich und nahm am Saisonabschluss des TV Königstädten teil.

Der parteilose Jurist Bausch, der seit sieben Jahren in der rheinland-pfälzischen Stadt Bad Kreuznach Dezernent für Wirtschaft, öffentliche Ordnung, Soziales, Schulen und Sport ist, trat bei der Wahl zwar als unabhängiger Kandidat an. Der 61-Jährige wurde jedoch von der SPD und den Grünen unterstützt.

Die Wählergemeinschaft „Wir sind Rüsselsheim“, die bei der Kommunalwahl 2016 drittstärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung geworden war, schickte ihren Fraktionsvorsitzenden Joachim Walczuch, Geschäftsführer einer Immobilienmaklergesellschaft, ins Rennen um den Spitzenposten im Rathaus am Rüsselsheimer Marktplatz.

Auch bei der Wahl vor sechs Jahren hatte es drei Bewerber gegeben. Allerdings konnte am 4. September 2011 keiner im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen.

Für den CDU-Kandidaten Burghardt stimmten damals 38,7 Prozent. Auf dem zweiten Platz landete der damalige Bürgermeister Jo Dreiseitel von den Grünen, der mit einem Stimmenanteil von 33,3 Prozent in die Stichwahl einzog. Bei der Stichwahl zwei Wochen später konnte sich dann Burghardt mit einem Vorsprung von 97 Stimmen gegen Dreiseitel durchsetzen.

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