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Bis zu 30.000 Besucher beim letzten Mal: Rüsselsheim sagt Oldtimer-Schau kurzfristig ab

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In Rüsselsheim findet am kommenden Sonntag keine Oldtimerschau statt.
In Rüsselsheim findet am kommenden Sonntag keine Oldtimerschau statt. © Rolf Oeser

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Stadt angewiesen, das für Sonntag geplante „Klassikertreffen“ wegen der vorgesehenen Nutzung der geschützten Mainwiesen abzusagen.

Rüsselsheim - Die Stadt Rüsselsheim hat das für den kommenden Sonntag geplante „Klassikertreffen“ kurzfristig abgesagt. Dabei handelt es sich nach Angaben einer Stadtsprecherin um „das größte eintägige Oldtimer-Treffen Deutschlands“, bei dem vor der Corona-Pandemie bis zu 3000 Autos ausgestellt worden waren und die von zirka 30.000 Menschen bestaunt wurden.

Wie die Stadt und Karin Krömer, die Leiterin des Eigenbetrieb Kultur123 der Stadt Rüsselsheim, am Dienstagabend mitteilten, habe die beim Regierungspräsidium Darmstadt angesiedelte Obere Naturschutzbehörde die Stadt Rüsselsheim angewiesen, die Oldtimer-Schau abzusagen. Eine fachliche Weisung der Behörde „untersagt es der Stadt, das Klassikertreffen zu genehmigen oder zu dulden“, heißt es in fast gleichlautenden Mitteilungen.

Rüsselsheim: „Größte eintägiges Oldtimer-Treffen Deutschlands“ abgesagt

Der Rüsselsheimer Magistrat hatte am 31. Januar als Untere Naturschutzbehörde eine Genehmigung für die Nutzung der Flächen auch auf dem als Landschaftsschutzgebiet geschützten Mainvorland erteilt und den städtischen Kulturbetrieb mit der Durchführung der Autoschau beauftragt.

Der Kreisverband Groß Gerau des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bezeichnete daraufhin in einer Mitteilung das Verhalten des Rüsselsheimer Magistrats als „skandalös“ und reichte in einem Eilverfahren Klage ein. Daraufhin wollte die Stadt kurzfristig ein förmliches Genehmigungsverfahren nach der Landschaftsschutzverordnung durchführen, was jedoch die Obere Naturschutzbehörde nun abblockte.

Oldtimer-Schau: Stadt Rüsselsheim sagt „Klassikertreffen“ ab

Nach Auffassung der Stadt sei die geplante Einbeziehung der Mainwiesen in diesem Jahr „zwingend und alternativlos“ gewesen, weil nach der Pandemie nur auf ein bestehendes Sicherheitskonzept habe zurückgegriffen werden können.

Um die Durchführung der Veranstaltung von 2024 an zu gewährleisten, soll nun nach Angaben der Stadt „rein vorsorglich ein alternatives Sicherheitskonzept erarbeitet werden“, das die Einbeziehung der Mainwiesen nicht mehr vorsieht, sollte die Fläche dauerhaft nicht zur Verfügung stehen. (Jens Joachim)

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