Rüsselsheim

Rüsselsheim: Grundschulen platzen aus allen Nähten

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Die ersten Daten für die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans sind da und sie zeigen: In Rüsselsheim gibt es bis zum Schuljahr sehr viel mehr Schüler als heute. Das betrifft vor allem die Grundschulen, die mehr Räume brauchen.

Schuldezernent und Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) hat erste Daten zu den Prognosen der Schülerinnen- und Schülerzahlen vorgestellt, die in den Schulentwicklungsplan für den Zeitraum bis 2024 einfließen sollen. Die Zahlen stünden zwar noch unter Vorbehalt, aber für den Schuldezernenten ist eine Tendenz erkennbar. „Es werden mehr Kinder, die in Rüsselsheim unterrichtet werden müssen. Das stellt uns als Stadt vor große Herausforderungen, denn bereits jetzt sind unsere Klassen gut gefüllt“, heißt es in einer Mitteilung des Magistrats.

Insbesondere bei den Grundschulen zeichnet sich ein hoher Anstieg der Zahlen ab. „Derzeit gehen wir davon aus, dass wir zum Schuljahr 2024/2025 auf die ganze Stadt bezogen 18 Klassen zusätzlich brauchen. Das ist mehr als eine vierzügige Grundschule“, sagt Grieser. Hohe Geburtenraten und viele Neubauten seien Gründe dafür.

Die Schülerzahlen in Königstädten, Bauschheim und Dicker Busch sollen zwar relativ konstant bleiben. Die Grundschule Innenstadt hingegen steht den Angaben zufolge vor einem enormen Zuwachs. Von derzeit rund 300 Schülern könnten es im Schuljahr 2024/25 insgesamt 412 Kinder sein.

Auch an anderen Grundschulen zeigt sich dieser Trend. So etwa an der Grundschule Hasengrund, wo man im selben Zeitraum von einem Anstieg von 277 Schülern auf 443 ausgeht. In der Nähe der Eichgrundschule liegt das neue „Quartier am Ostpark“, daher weist die Prognose hier ein Anstieg von aktuell 294 auf 504 Kinder aus. „An dieser Schule rächt sich, dass sie in den 2000er-Jahren verkleinert wurde, weil damals die Zahlen der Schülerinnen und Schüler rückläufig waren. Jetzt wird zu prüfen sein, ob wir wieder ausbauen können“, sagt Grieser.

Bei den weiterführenden Schulen ist ebenfalls mit mehr Schülern zu rechnen, ihre Zahl wird um rund zehn Prozent steigen, heißt es. Von aktuell 4525 Schülern wird die Zahl bis zum Schuljahr 2024/25 auf 5022 angestiegen sein.

Bei den weiterführenden Schulen müsse vor allem der Raumbedarf in der Immanuel-Kant-Schule betrachtet werden, wo derzeit Klassen in Containern untergebracht werden müssen. Von derzeit 1116 Kindern und Jugendlichen wird die Zahl auf 1432 im Jahr 2024/25 klettern.

Unter den Förderschulen ist es die Helen-Keller-Schule, die dem Schuldezernenten zufolge Raumbedarf hat. Dieses Problem müsse mit dem Landkreis Groß-Gerau besprochen werden.

Und so soll es weitergehen: Zu bestimmten Fragestellungen werden weitere Daten erarbeitet, Szenarien für verschiedene Maßnahmen und Einflussfaktoren werden entwickelt. „Jedes Kind hat einen Anspruch auf einen Schulplatz. Unsere Aufgabe liegt darin, Lösungen zu erarbeiten und diese mit verschiedenen Gremien zu diskutieren“, sagt Grieser abschließend.

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