Rüsselsheim

Alles steht still

Für knapp 20 Minuten ging gestern nichts mehr in Rüsselsheim. Um 11.15 Uhr brach die Stromversorgung in der Innenstadt und allen Vororten zusammen. Supermärkte mussten schließen, weil die Kassen nicht mehr funktionierten, die Ampeln fielen aus, Fahrstühle blieben stehen, das Essen auf dem Herd wurde kalt.

Schuld war laut Überlandwerk Groß-Gerau eine Störung im 110.000-Volt-Netz. Laut Sprecher Marc André Glöckner waren Rüsselsheim und Raunheim betroffen. Durch Netzumschaltungen hätten Mitarbeiter der Netzleitstelle jedoch die Kunden wieder zügig mit Strom versorgen können, hieß es. Gegen 11.35 Uhr sei wieder alles nach Plan gelaufen.

Der Stromausfall war auch beim Autobauer Opel zu spüren. Laut Sprecher Andreas Krömer stand das Fließband für etwa acht Minuten still. Für das Rüsselsheimer Klinikum war der Stromausfall ein Test für seine Versorgungsanlage. Wie Geschäftsführer Friedel Roosen sagt, verfüge das Krankenhaus über ein unterbrechungsfreies Stromversorgungsnetz, das kurze Unterbrechungen einfach ignoriere. Dauere der Ausfall länger, würden die Dieselaggregate anspringen. Gestern habe man sie vorsorglich zwei Stunden laufen lassen.

Im Verkehr gab es nach Angaben der Polizei keine Probleme, obwohl fast alle Ampeln ausgefallen waren. Auch Straftaten seien nicht vermehrt aufgetreten, obwohl es in den Geschäften so dunkel war wie sonst nur nach Feierabend. (ers)

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