Rüsselsheim

Neue Räume für Pflegeschule

Die Krankenpflegeschule mit ihren derzeit 75 Auszubildenden findet in der Seniorenresidenz Haus am Ostpark eine neue Bleibe.

Noch in diesem Jahr wird das Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim (GPR) damit beginnen, die Krankenpflegeschule mit ihren derzeit 75 Auszubildenden in die Seniorenresidenz Haus am Ostpark umzuziehen. Der Startschuss dazu fiel gestern kurz nach Mittag: Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit übergab Krankenhausdezernent Bürgermeister Jo Dreiseitel den Förderbescheid über 660.000 Euro. Die Summe reicht aus, um zwei Drittel der mit dem Umzug verbundenen Umbauten im Ostpark zu finanzieren. Den Rest finanziert das GPR selbst.

Lob für die Arbeit

Die im Förderbescheid zugesicherte Summe stammt zu 75 Prozent aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung. 25 Prozent kommen aus Landesmitteln, die als Darlehen mit 30-jähriger Laufzeit gewährt werden. Die Hälfte der Tilgung trägt das Land, die andere Hälfte die Kommunen, in denen die bedachten Krankenhäuser ihren Sitz haben. Die Zinsen übernimmt der kommunale Finanzausgleich.

Müller-Klepper äußerte sich anerkennend über die Arbeit im GPR-Klinikum. Durch den Umzug würden in Rüsselsheim ideale Lernbedingungen sowie Wohnraum für Krankenpflegeschüler geschaffen. Wie Jo Dreiseitel und GPR-Prokurist Achim Neyer erläuterten, wird die Krankenpflegeschule in der Veranstaltungshalle der Seniorenresidenz eingerichtet. Dort soll im Erdgeschoss eine Lehrumgebung für die Gesundheits- und Krankenpfleger mit Klassensälen entstehen.

Außerdem wird es am neuen Standort mehr Wohnraum für die jungen Menschen geben. Für Bürgermeister Dreiseitel ist die Ansiedlung der Pflegeschule im Bereich des Alten- und Pflegeheims zukunftsweisend und ein bundesweit wohl einmaliges Beispiel dafür, wie Auszubildende schon zeitig in die Pflegepraxis eingebunden werden können.

Im Vergleich zu den Summen, die für den weiteren Ausbau des GPR-Klinikums benötigt werden, sind die 660 000 Euro nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. "Zwei große Brocken" (Müller-Klepper) warten bis 2014 auf die Realisierung. Auf der Wunschliste stehen der Neubau eines Bettenhauses, die Weiterentwicklung des OP-Bereichs mit Überarbeitung der Betriebsorganisation für eine effizientere Ausnutzung sowie der Ausbau der Intensivstation, der vor allem zunehmenden Schlaganfall- und Herzinfarkterkrankungen Rechnung tragen soll.

Für einen ersten Bauabschnitt kündigte die Staatssekretärin gestern die Aufnahme in das Krankenhausfinanzierungsprogramm 2011 bis 2014 und einen ersten Förderbescheid über 20 bis 30 Millionen Euro an. Mit dem geplanten Bettenhaus für Senioren-Hausgemeinschaften im Ostpark, die sich in ersten Versuchen vornehmlich bei Demenzerkrankungen bewährt haben, summieren sich die Gesamtvorhaben nach Angaben Neyers auf drei Bauabschnitte und Gesamtkosten von rund 45 Millionen Euro. (ers)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare