Rüsselsheim

Musikalische Vielfalt

Das Phono Pop-Festival lockt vor allem Independent-Fans herbei. Zur diesjährigen Open-Air-Veranstaltung kamen 14 Bands, der Headliner wird von Jahr zu Jahr exklusiver.

Zwischen Folk-, Elektro-, Psychedelic-, Jazz- und Gitarrenrock, zumeist aus dem Independent-Sektor, variierte die musikalische vielseitige Ausrichtung der eingeladenen 14 Bands und Interpreten beim siebten Phono Pop-Festival.

Seit seinem Bestehen expandiert die sympathische Rüsselsheimer Open-Air-Veranstaltung langsam, aber systematisch. Diese Entwicklung betrifft nicht allein die Ausweitung der Verkaufsstände auf dem Opel-Altwerk am Bahnhofsplatz, zu denen in diesem Jahr noch ein Kunstzelt hinzu kam. Auch die internationalen Headliner erscheinen von Jahr zu Jahr exklusiver. Das ist einer der Gründe, warum die Veranstalter von Das Rind weiterhin am Opelgelände festhalten. Doch wenn im Altwerk – wie geplant – 2013 der Bau des Einkaufszentrums Opel-Forum beginnen sollte, stellt sich die Standortfrage im nächsten Jahr wieder. In diesem Jahr kamen an beiden Tagen jeweils rund 1000 Besucher, 1500 Einzel- und Festival-Tickets wurden verkauft. Erneut darf man dem Rind-Team einen reibungslosen Ablauf bescheinigen.

Erstmals gab es eine Lesung

Erstmals wurde sogar eine Lesung ins Programm integriert. Der Hamburger Musikjournalist Tino Hanekamp hetzte etwas atemlos durch seinen Debütroman „So was von da“.

Zu den dynamischsten Auftritten des Festivals zählte die Salzburger Band „Steaming Satellites“. Von der ersten Note an entfachte das vierköpfige Quartett ein Lärmgewitter zwischen Blues, Soul und elektronischer Grundierung, so dass die an „Kings of Leon“ gemahnende Formation mühelos als britisch durchgehen könnte. (eda.)

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