Jetzt kann es losgehen auf die Wiese: Die Schafe halten das Gras kurz im Rödergewann. 
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Jetzt kann es losgehen auf die Wiese: Die Schafe halten das Gras kurz im Rödergewann.

Mörfelden-Walldorf

Mörfelden-Walldorf: Schafe als Naturschützer

  • Kerstin Klamroth
    vonKerstin Klamroth
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Im Gebiet Rödergewann will der BUND die Landschaft erhalten. Zwei Schäferinnen hüten dort die Tiere, die das Gras abfressen.

Sie sind nicht nur eine Attraktion für Kinder, sondern auch wahre Landschaftsschützer, die Schafe, die jetzt auf der Koppel im Rödergewann zwischen Mörfelden und Walldorf eingezogen sind. Über den nützlichen mobilen „Kleinzoo“ freuen sich vor allem die Aktiven des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Ortsverband Mörfelden-Walldorf. Sie sind verantwortlich für einen Teil des als Landschaftsschutz-Gebiets – sowohl als Verbandseigentümer als auch als Pächter.

In der dortigen alten Kulturlandschaft mit ihren Streuobstwiesen ist der Sandtrockenrasen vorherrschend mit seiner typischen Vegetation wie Silbergras, Zwerggras und Sandgrasnelke. Mit viel Glück kann man auch einmal eine farblich gut getarnte Heuschrecke dort entdecken, die ihrem Namen als blauflügelige Ödlandschrecke nur im Flug gerecht wird, wenn man ihre blauen Unterflügel sehen kann.

All das gibt es aber nur, wenn verhindert wird, dass das Gebiet verbuscht und das Gras zu hoch wird. Darum kümmern sich jetzt bis zum Herbst Barbara und Eliza, zwei Schäferinnen, die über den Schafhof von Rainer Stürz in Verbindung mit dem Verein Landschaftspflege Südhessen engagiert wurden.

BUND-Schatzmeister Dirk Kieselstein freut sich über Interessierte, mahnt aber, die Schafe weder zu füttern noch zu erschrecken. Aber streicheln ist natürlich erlaubt, wenn ein neugieriges Schaf mal an den Zaun kommt und sicherlich kann man auch sich von Schäferinnen einiges über ihr selten gewordenes Handwerk erklären lassen.

„Wenn die Ferien vorüber sind, freuen wir vom BUND uns auch über Besuche von Schulklassen,“ teilt BUND-Vorstandsmitglied und Kreisgeschäftsführer Herbert Debus mit.

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