In Darmstadt gehören LED-Leuchten bereits zum Stadtbild.
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In Darmstadt gehören LED-Leuchten bereits zum Stadtbild.

Mörfelden-Walldorf

LED statt Quecksilberdampf

In der Stadt Mörfelden-Walldorf sollen noch in diesem Jahr 500 Quecksilberdampflampen durch LED-Leuchten ausgetauscht werden. Bis zum Jahr 2017 sollen alle der 1500 alten Lampen ersetzt sein, wovon sich die Stadt eine Ersparnis von 90 000 Euro pro Jahr verspricht.

Die Stadt Mörfelden-Walldorf setzt beim Betrieb der Straßenbeleuchtung künftig auf LED-Leuchten. Noch in diesem Jahr sollen 500 Quecksilberdampflampen durch LED-Leuchten ersetzt werden. Dazu wird die Stadt auch künftig mit der Heag Südhessische Energie AG (HSE) zusammenarbeiten. Am Montag wurde im Walldorfer Rathaus der Vertrag unterschrieben.

Aus einem europaweiten Bieterverfahren waren fünf ernsthafte Bewerber hervorgegangen. Im Dezember vergangenen Jahres beschloss das Stadtparlament, die Straßenbeleuchtungskonzession erneut an den langjährigen Partner der Stadt, die HSE, zu vergeben. Am frühen Montagabend nun unterzeichneten Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD), Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) und Vertreter der HSE den Konzessionsvertrag. Der neue Kontrakt hat eine Laufzeit von 15 Jahren und endet am 31. Dezember 2028. Damit geht eine mehrjährige Übergangsphase zu Ende.

Ohne Zahlen zu nennen, wertete der sichtlich zufriedene Erste Stadtrat die ausgehandelten Vertragsbedingungen aus städtischer Sicht als „sehr gut“.

Jährliche Stromkosten von 390 000 Euro

HSE-Vorstand Andreas Niedermaier äußerte sich zwar ebenfalls „froh und glücklich“, die Partnerschaft mit der Stadt Mörfelden-Walldorf fortsetzen zu können. Zumal man auch auf anderer Ebene, nämlich bei Forschungsprojekten für künftige Energieversorgungsnetze mit Batteriespeichern, zusammenarbeite. Die Vertragsverhandlungen zur Straßenbeleuchtungskonzession seien allerdings sehr hart gewesen. Herausgekommen sei eine Preisgestaltung, die „uns wirklich an unsere Grenzen gebracht hat“, so Niedermaier.

Trotzdem sprach Bauer von einem „sehr angenehmen Verfahren“ und von „sehr angenehmen Verhandlungspartnern“. HSE-Projektverantwortlicher Bernhard Fenn kündigte an, dass zur diesjährigen Umstellung von Quecksilberdampf- auf LED-Lampen bereits ein Gespräch mit dem städtischen Bauamt anberaumt sei. In den folgenden beiden Jahren würden dann nochmal jeweils 500 Leuchtstellen mittels LED-Technologie modernisiert, sodass im Jahr 2017 alle der 1500 in Mörfelden-Walldorf noch existierenden Quecksilberdampflampen ersetzt wären.

Die Stadt geht davon aus, dass der Stromverbrauch dank der Energie sparenden Leuchten von heute etwa 1,2 Millionen Kilowattstunden (kWh) bis 2017 auf 750 000 kWh sinkt. „Das bringt nicht nur etwas für den Klimaschutz, sondern auch für den städtischen Haushalt“, sagte Bürgermeister Becker, der die Energiekostenersparnis durch die Umrüstung auf etwa 90 000 Euro pro Jahr bezifferte. Derzeit hat die Stadt für die Straßenbeleuchtung jährliche Stromkosten von knapp 390 000 Euro.

Erste neue Lampen stehen

In einem nächsten Schritt, so Fenn, sei in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt geplant, auch Langfeldleuchten zu ersetzen. Becker ergänzte: „Neben dem finanziellen Aspekt freuen wir uns aber auch, dass durch den Einsatz von LED-Leuchten die Qualität der Straßenbeleuchtung gesteigert wird.“

Insgesamt geht es beim Beleuchtungsvertrag um Betrieb und Instandhaltung von 2800 Straßen- und Gehwegsleuchten. Nach Angaben der Beteiligten ist neben dem Austausch der Leuchtmittel auch die Erneuerung von Lampenmasten geplant. 350 Aluminium- sollen durch langlebigere Stahlmasten ersetzt werden.Die Kosten für Betrieb und Instandhaltung, die sich 2012 auf 93 300 Euro netto beliefen, sollen im Jahr 2014 auf 85 000 Euro sinken.

Bei den Modernisierungsarbeiten „werden wir die Bürger jederzeit informieren, wo genau was passiert“, kündigte Urhahn an. Die ersten neuen Lampen stünden bereits am Walldorfer Bahnhof, wo vor längerer Zeit eine LED-Teststrecke eingerichtet worden sei, und im Neubaugebiet am Walldorfer Weg. (dirk)

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