Mörfelden-Walldorf

Stichwahl im April

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Die Grünen hängen die SPD in Mörfelden-Walldorf ab. Winkler und Becker müssen sich am 7. April einer Stichwahl stellen.

Erfolg für Herausforderer Thomas Winkler (Grüne), Enttäuschung bei Amtsinhaber Heinz-Peter Becker (SPD): Bei der Bürgermeisterwahl gelang es dem ehrenamtlichen Stadtrat, die meisten Stimmen zu sammeln. Für die absolute Mehrheit reichte es am Ende aber nicht, Winkler und Becker müssen sich am 7. April einer Stichwahl stellen.

Becker erhielt 3190 Stimmen (31,27 Prozent), Winkler 3454 Stimmen (33,86 Prozent). CDU-Mann Karsten Groß kam auf 27,4 Prozent, DKP / Linke-Liste-Bewerber Alfred J. Arndt UF 7,48 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,6 Prozent – lange Zeit sah es aus, als läge sie bei knapp 30 Prozent, erst die Briefwahlstimmen sorgten für eine Erhöhung der Zahlen.

Im Stadtteil Mörfelden liegt Becker mit knapp 33 Prozent vor Winkler (30,81 Prozent), in Walldorf rangiert Winkler mit 36,48 Prozent deutlich vor Becker und Groß (jeweils rund 29 Prozent).

„Das Ergebnis ist sensationell, ich habe nicht mit einem so guten Resultat gerechnet“, sagt Winkler. „Das übertrifft deutlich das grüne Spektrum, das wir sonst bei Wahlen erreichen.“ Für seinen Erfolg macht der 61-Jährige die Wechselstimmung in der Stadt und seinen auf Sachthemen setzenden Wahlkampf verantwortlich. „Ich setze darauf, dass in zwei Wochen die Wähler von CDU und DKP den Wechsel an der Rathausspitze vollenden“, sagt er.

Mit einer Stichwahl habe er gerechnet, sagt Becker. Das Ergebnis des Grünen sei dem „grünen Hype“ geschuldet. „Außerdem ist er mit teils populistischen Wahlversprechen angetreten“, sagt Becker.

Er werde am heutigen Montag in Ruhe das Ergebnis analysieren und seinen Wahlkampf entsprechend ausrichten.

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