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Moerfelden-Walldorf 05.02.2019. Wasserturm im Ortsteil Moerfelden. Ortsansicht.
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Moerfelden-Walldorf 05.02.2019. Wasserturm im Ortsteil Moerfelden. Ortsansicht.

Mörfelden-Walldorf

Mörfelden-Walldorf soll auf maximal 38 000 Einwohner wachsen

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Die neue grün-schwarze Rathauskoalition legt ihren Koalitionsvertrag vor. Klimaschutz steht an erster Stelle. Auch eine Umgehungsstraße ist anvisiert.

Mörfelden-Walldorf ist nach Rüsselsheim die mit etwa 34 000 Ortsansässigen zweitgrößte Stadt im Kreis Groß-Gerau. Damit hat nach Ansicht der neu gewählten grün-schwarzen Rathauskoalition die Doppelstadt beinahe ihre „optimale Größe“ erreicht. Denn laut des frisch geschlossenen Koalitionsvertrags halten Grüne und CDU für die Doppelstadt „eine Obergrenze von maximal 38 000 Einwohnern für die nächsten zwanzig Jahre für realistisch“. An dieser Zielgröße sollen sich alle städtischen Planungen orientieren, heißt es in dem Papier. Zusätzlicher Wohnraum soll durch Verdichtung entstehen, bereits angestoßene Wohnungsbauprojekte darauf geprüft werden. Potenziale für neue Wohnbebauung sollen mit einem Flächenverbrauch von maximal bis zu fünf Hektar erschlossen werden. Waldgebiete und Freiflächen zwischen und um die beiden Stadtteile herum werden laut Vertrag als Grünzonen, Schutzgebiete, Naherholungsraum sowie Frischluftgebiete erhalten und gestärkt.

Außerdem ist vorgesehen, dass die Stadt bis 2030 klimaneutral wird. Ein Masterplan für Klimaschutz soll bis Ende 2022 auf den Weg gebracht werden und im Dialog mit Bürger:innen, Klimaschutz-Kommission, Gewerbe sowie Vereinen und Umweltorganisationen entstehen. Grüne und CDU seien sich einig, dass der Klimanotstand auch einen Klimavorbehalt für alle städtischen Projekte erfordere, so Elke Cezanne vom Parteivorstand der Grünen.

Auch in puncto Mobilität plant die Koalition Veränderungen und will ein grundsätzliches Tempo-30-Limit einführen – nachts auf sämtlichen Straßen und tagsüber auf allen Straßen außer auf den Hauptverkehrsadern. Eines der Ziele ist, Mörfelden verkehrstechnisch zu entlasten. Dafür wolle man „den Planungsprozess für eine landschaftsschonende Ortsumgehung für Mörfelden konstruktiv begleiten, um die Lärm- und Verkehrsproblematik durch B 486 und B 44 zu entschärfen“, heißt es im Papier.

Insgesamt wolle man „die gesamte Politik auf Sparsamkeit und Nachhaltigkeit zum Wohle der Bürger:innen neu ausrichten“, erläutern die Fraktionsvorsitzenden Ioannis Karathanasis (Grünen) und Karsten Groß (CDU) in einer Mitteilung.

Die Grünen waren bei der Kommunalwahl am 14. März mit 30,6 Prozent stärkste Kraft geworden und hatten die bisher regierende SPD abgelöst. Die CDU lag mit 20,1 Prozent nahezu gleichauf mit der SPD (20,0 Prozent) und steht nun erstmals in Mörfelden-Walldorf in der Regierungsverantwortung.

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