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Bei Bürgermeister Thomas Winkler und den Grünen in Mörfelden-Walldorf ist die Freude über das sehr gute Wahlergebnis groß.
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Bei Bürgermeister Thomas Winkler und den Grünen in Mörfelden-Walldorf ist die Freude über das sehr gute Wahlergebnis groß.

Mörfelden-Walldorf

Mörfelden-Walldorf: Grüne werden stärkste Kraft

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Die Grünen haben bei der Kommunalwahl ihr Ergebnis von vor fünf Jahren fast verdreifacht. Die SPD will nach dem historischem Tief personelle Konsequenzen ziehen.

Wir sind sprachlos“, schrieben die Grünen in Mörfelden-Walldorf kurz nach den ersten Hochrechnungen der Kommunalwahl. Im Kreis Groß-Gerau haben sie laut vorläufigem Endergebnis mit 30,6 Prozent der Stimmen das mit Abstand beste Resultat erzielt – fast dreimal so viel wie 2016 – und die SPD als stärkste Kraft abgelöst. Über die Marke von 30 Prozent schafften es in der Region ansonsten die Grünen in Egelsbach (Kreis Offenbach, 35,5 Prozent) und in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis, 32,1 Prozent).

Gleichzeitig mussten Freie Wähler (FW) und SPD in Mörfelden-Walldorf herbe Verluste hinnehmen. Die bisherige Koalition aus SPD, FW und FDP ist damit abgewählt. Für Bürgermeister Thomas Winkler (Grüne) hatte sich die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Koalition seit seiner Wahl 2019 abgezeichnet, sagte er der FR. Er regierte bisher ohne eigene Mehrheit und habe manche Blockadehaltung der Koalition erlebt. Angesichts ihrer 14 von 45 Sitzen im Stadtparlament können sich die Grünen jetzt aussuchen, mit wem sie koalieren möchten. Sowohl mit SPD als auch mit CDU ist eine Mehrheit möglich. Am Freitag wollen die Grünen eine Verhandlungskommission bilden.

Die SPD will laut ihrem Vorsitzenden Baldur Schmitt aufgrund ihres „historischen Tiefpunkts“ personelle Konsequenzen folgen lassen. Wer künftig nicht mit den Grünen regieren wolle, habe keinen Platz in der neuen Fraktion. Man habe „eklatante Fehler“ gemacht, etwa mit der Zusammenlegung der Feuerwehrgerätehäuser oder beim Baugebiet Im See. Die CDU signalisierte auf FR-Anfrage ebenso Gesprächsbereitschaft: Wir wollen „in die Verantwortung“, sagte Fraktionschef Karsten Groß. Man habe jetzt erstmals die Gelegenheit dazu. Zudem sei es für die Stadt positiv, wenn es eine Konstellation gebe, die die bisherige Problematik der Blockade auflöse.

Auch die Freien Wähler „sind gesprächsbereit“, sagte Fraktionschef Stephan Middelberg. Sie würden sich aber nicht verbiegen.

Vorläufiges Endergebnis der Kommunalwahl in Mörfelden-Walldorf.

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