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Mörfelde-Walldorf

Hegbach ausgetrocknet

  • Lara Feder
    VonLara Feder
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Grund für Wassermangel unklar. Fische - und damit auch bedrohte Arten - sterben.

Der Hegbach leidet unter extremer Trockenheit. Im sandigen Bachbett verenden derzeit Fische reihenweise. Der Hegbach, rund 20 Kilometer lang, kommt von Dreieich-Offenthal und führt im Süden auch durch die Gemarkung Mörfelden. Deshalb haben sich Mitglieder der DKP/Linke Liste von Mörfelden-Walldorf vor Ort ein Bild gemacht.

„Die für die Wasserbewohner tödliche Trockenheit des Bachbettes wurde wahrscheinlich nie richtig erforscht“, teilt Dietmar Treber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, mit.

Theorien gebe es allerdings einige. Darunter der Ernst-Ludwig-Teich und der Angelteich in der Nähe von Messel. Es sei abzuklären, welche Rolle sie bei der Trockenheit spielten. Bei hoher Temperatur und Sonneneinstrahlung verdampfe dort mehr Wasser. „Weiterhin ist die massive Wasserentnahme für die Intensivlandwirtschaft zu sehen. Wenige Meter neben dem Hegbach sind, in der Nähe von Egelsbach, allein neun Brunnen gebohrt, die bei warmer Witterung ständig in Betrieb sind“, heißt es in der Mitteilung.

Von der Trockenheit sind auch seltene Arten betroffen: kleine Aale, Bachschmerlen, Mühlkoppen und Schlammpeitzger zum Beispiel. Gerade die beiden zuletzt genannten stehen auf der Roten Liste und sind auch auf europäischer Ebene geschützt. „Die meisten sind jetzt aber mal wieder auf den Sandbänken verendet“, sagt Treber. „Wir können nicht sagen: Der Hegbach hat im Sommer immer kein Wasser, und machen den Aktendeckel wieder zu. Leider hat auch der zuständige Bachverband eine negative Grundhaltung.“

Die Fraktion schlägt deshalb vor, schnell drei bis vier kleine tiefere Gruben, in die sich Fische durch einen Zugang retten können, zu schaffen. „Gemeinsam kann so etwas noch in diesem Jahr für je 5000 Euro gebaut werden.“ laf

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