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Auch in Hanau auf einem Gelände am Hafen will die Ahmadiyya-Gemeinde eine Moschee bauen.
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Auch in Hanau auf einem Gelände am Hafen will die Ahmadiyya-Gemeinde eine Moschee bauen.

Mörfelden-Walldorf

Grundstein für die Glorreiche

Eine neue Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat entsteht auf einem Areal der Industriestraße. Mitte nächsten Jahres ist der Baubeginn geplant.

Aus einer schwarzen Limousine mit britischem Kennzeichen stieg er aus: Hazrat Mirza Masroor Ahmaad, weltweites Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), war am Montag in Mörfelden-Walldorf, um zu seinen dortigen Anhängern zu sprechen und den Grundstein für eine neue Moschee zu legen. Auf einem Areal in der Industriestraße nah der B44 soll sie entstehen. Der Baubeginn ist für Mitte nächsten Jahres geplant.

Roter Teppich

Kinder der Gemeinde sangen ein Willkommenslied und die Gemeindemitglieder jubelten ihrem Oberhaupt, dem so genannten "Kalif" zu, während er über den roten Teppich zum vollbesetzten Zelt ging. Dort wurde die Versammlung vor rund 400 männlichen Zuhörern, darunter auch Stadtverordnete und Magistratsmitglieder, zunächst mit gesungenen Versen aus dem Koran eröffnet. In einem zweiten Zelt verfolgten etwa 200 Frauen die Reden und Gebete per Lautsprecher. Neben dem Oberhaupt der Gemeinde war mit Abdullah Uwe Wagishauser auch der erste Vorsitzende der Gemeinde in Deutschland anwesend. Er lobte in seiner Ansprache das Zusammenleben der vielen Nationalitäten in der Doppelstadt.

Tradition religiöser Toleranz

Wie die Glaubensanhänger der AMJ, die in ihrem eigenen Land Pakistan ihren Glauben nicht leben dürfen, seien auch die Waldenser als Vertriebene in Walldorf untergekommen. "Mörfelden-Walldorf hat eine Tradition der religiösen Toleranz", so der konvertierte Deutsche. Die AMJ habe in der Doppelstadt rund 600 Gemeindemitglieder und sei eine der ältesten Gemeinden Deutschlands. Bereits in den 70er Jahren entstanden, habe sie Mitte der 80er viel Zuwachs durch neu hinzugezogene Familien bekommen. Für eine halbe Million Euro habe man nun 2012 nach langer Suche ein passendes Grundstück erworben, um eine eigene Moschee zu errichten. Die Subhan Moschee, was soviel wie die Glorreiche, Preiswürdige bedeutet, soll mit 16 Metern das höchste Minarett in ganz Deutschland bekommen, die Kuppel wird einen Durchmesser von fünf Metern haben.

Mit 400 Quadratmeter Platz im Innenraum wird das zweigeschossige Gebäude rund 250 Gläubige aufnehmen können – dabei gibt es auch hier nach Geschlechtern getrennte Gebetsräume. Zusätzlich soll die Moschee zwei multifunktionale Räume für Hochzeiten und Feste bieten, Büros und eine Küche. Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) dankte der Ahmadiyya-Gemeinde dafür, dass sie sich integriere und doch Akzente setze. "Wir sind eine Stadt der Vielfalt", bekräftigte er. Über alle Parteigrenzen hinweg habe der Bau der Moschee in der Stadtverwaltung breite Zustimmung erfahren. Er sagte der Gemeinde weitere Unterstützung für die Zukunft zu. Kalif Masroor Ahmad freute sich, so viele deutsche Gäste zu begrüßen. Er hielt seine Ansprache auf Urdu. Über Kopfhörer konnte man die Übersetzung hören. Er stellte die Liebe und den Frieden in den Mittelpunkt seiner Rede. Die Integration sei wichtiger Bestandteile für den Frieden. Viele Jugendliche, mit denen er Kontakt habe, seien Muslime und doch mitten in der deutschen Gesellschaft. "Wir sind dankbar, dass man uns hier aufgenommen hat und wir die Moschee bauen dürfen." erklärte er. eda

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