Sebastian Lemke kommt aus Niedersachsen nach Mörfelden-Walldorf.
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Sebastian Lemke kommt aus Niedersachsen nach Mörfelden-Walldorf.

Mörfelden-Walldorf Integration

Fachmann für Migration

Der gebürtige Niedersachse Sebastian Lemke ist neuer Koordinator für Integrationsarbeit. Er hat nach seiner Einarbeitung die Cance, eigene Akzente zu setzen.

Sebastian Lemke heißt der neue Koordinator für das Integrationsbüro in Mörfelden-Walldorf. Anfang des Monats hat der junge Mann aus Niedersachsen die Räumlichkeiten bei der Stadtverwaltung bezogen. „So richtig eingelebt habe ich mich noch nicht“, gesteht er und lacht. Auch eine Wohnung in Mörfelden-Walldorf hat er derzeit nicht. Aber das soll alles noch kommen – schließlich ist der 25-Jährige neuer Koordinator für Integrationsarbeit und damit der Nachfolger von Peter Metz, dessen Vertrag nicht verlängert worden war.

Für Lemke ist der Job in Mörfelden-Walldorf die erste Anstellung. Trotz seiner jungen Jahre ist er gut für das Amt ausgebildet. Nach einem Studium der Sozialwissenschaften und „Internationalen Migration und interkulturelle Beziehungen“ in Gießen und Oldenburg hat der gebürtige Niedersachse diverse Praktika absolviert. Besonders intensiv sei dabei ein Projekt an der Uni Gießen gewesen, erzählt er. Dort habe er ein Jahr lang Rechtsberatung für Flüchtlinge und Migranten angeboten.

Arbeitsvertrag für ein Jahr

Im Team des Integrationsbüros arbeitet Sebastian Lemke fortan mit Laige Sari-Bozyel zusammen, die in Teilzeit dort beschäftigt ist. Bei größeren Veranstaltungen arbeitet das Integrationsbüro wie gewohnt mit dem Sport- und Kulturamt zusammen. Lemkes Vertrag ist erstmal auf ein Jahr befristet. „Das war leider nicht anders möglich“, erklärte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD). Man arbeite aber daran, die Finanzierung auch für einen längeren Zeitraum auf die Beine zu stellen. Das sei zum Teil über den Regionalfonds möglich, durch das Programm „Integration durch Sport“.

Außerdem arbeitet die Stadt mit dem IMAP-Institut (Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung) in Düsseldorf zusammen. Dabei geht es zum einen um die kulturelle Öffnung der Verwaltung, zum anderen um ein „Mädchenprojekt“, das die Darstellung jugendlicher Migrantinnen in den lokalen Medien untersucht.

„In einer Stadt mit etwa 11.000 Einwohnern mit Migrationshintergrund ist die Arbeit des Integrationsbüros wichtig“, betonte der Bürgermeister. Deshalb freue er sich, einen neuen Koordinator gefunden zu haben. Es solle nun eine gewisse Kontinuität geben. Erfolgreiche Konzepte wie der „Interkulturelle Tag“ würden fortgeführt. Wie künftig die Schwerpunkte der Arbeit aussehen, das müsse sich aber erst zeigen. Sebastian Lemke hat hier die Chance, nach seiner Einarbeitungszeit auch eigene Schwerpunkte zu setzen.

Eine Rückschau soll es ebenfalls geben: Die vergangenen sechs Jahre seit der Gründung des Büros zu evaluieren, das wird zu den ersten Aufgaben des neuen Mitarbeiters gehören. eda

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