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Erzieherinnen in den städtischen Kindertagesstätten in Mörfelden-Walldorf sollen ab August 2012 mehr Geld bekommen. Gleichzeitig steigen die Kitagebühren.
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Erzieherinnen in den städtischen Kindertagesstätten in Mörfelden-Walldorf sollen ab August 2012 mehr Geld bekommen. Gleichzeitig steigen die Kitagebühren.

Kitagebühren

Erzieher bekommen mehr Geld

Erzieherinnen in den städtischen Kindertagesstätten in Mörfelden-Walldorf sollen ab August 2012 mehr Geld bekommen. Gleichzeitig steigen die Kitagebühren.

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren verschiedene Anstrengungen unternommen, um die Stellen zu besetzen, das war aber schwierig“, begründet Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) die Aufstockung des Jahresbudgets um rund 240.000 Euro.

Durch die verbesserte Eingruppierung der Erzieher, der die Stadtverordnetenversammlung noch zustimmen muss, soll einerseits gewährleistet werden, dass es mehr Interessenten für Stellen in Mörfelden und Walldorf gibt. Zugleich soll so vermieden werden, dass die erheblichen Investitionen in die Gebäude sowie den Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren ungenutzt bleiben. Auch die Anforderungen an Erzieher und deren Qualifizierung seien gestiegen, betont Becker.

Bundesweiter Mangel von bis zu 80.000 Fachkräften

Das Buhlen um die Fachkräfte wird zusätzlich durch die ab 2013 verpflichtende Ausweitung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren verstärkt. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft geht für das Jahr 2013 von einem bundesweiten Mangel von bis zu 80.000 Fachkräften aus. In vielen Städten der Region ist die Erhöhung der Löhne deshalb bereits beschlossen worden, um Anreize zu bieten, dort zu arbeiten. Die Auswirkungen des „Konkurrenzkampfs“ um Erzieher habe man selbst gespürt, so Becker.

Sechs Stellenbesetzungsverfahren habe es in diesem Jahr gegeben – bei keinem sei es gelungen, die Stellen vollständig zu besetzen. Derzeit seien mindestens sechs Stellen vakant. Insgesamt sind 158 Erzieher in Teil- oder Vollzeitjobs beschäftigt. Die gestiegenen Gehaltsvorstellungen würden aber nicht allein bei Neubewerbern eine große Rolle spielen, sondern ebenso bei bereits angestellten Mitarbeitern. Erst im Oktober habe eine Erzieherin aus diesem Grund gekündigt.

190 Euro monatliche Gebühren

Abhängig von Gehaltsstufe und Berufserfahrung soll es ab August nun mehr Geld für die Fachkräfte geben. Ausgebildete Erzieher sollen beispielsweise von Besoldungsgruppe S3 nach S4 heraufgestuft werden. Bei einiger Berufserfahrung (Stufe drei) bedeutet dies ausweislich der Entgelttabellen für den öffentlichen Dienst einen Sprung von 2148 auf 2281 Euro. Wer deutlich mehr Berufserfahrung hat (Stufe sechs), erhält 2557 statt 2373 Euro. Diplom-Pädagogen sollen in S8 statt in S6 eingestuft werden. Dies bedeutete in Stufe drei 2557 statt 2455 Euro. In Stufe sechs würde das Gehalt laut Tabelle von 2930 auf 3325 Euro angehoben.

Die Mehrkosten, die der Stadt dadurch entstehen, werden auf die Nutzer umgelegt. Ab April will die Stadt die Gebühr für den Besuch einer Kindertagesstätte um zehn Prozent erhöhen. Aktuell fallen Gebühren von rund 190 Euro im Monat an. Außerdem soll es eine Sozialstaffelung geben, bei der Besserverdienende mehr zahlen. „Seit 2006 gab es keine Veränderung der Gebühren für die Eltern, die Investitionen unserseits waren allerdings hoch“, sagt der Bürgermeister. (tij.)

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