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Mörfelden-Walldorf

Mörfelden-Walldorf: Bermeg beteiligt sich an Windkraft

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Die Energiegenossenschaft Bermeg kauft Anteile an einem Windpark im Schwarzwald. Das in Mörfelden-Walldorf geplante Wärmequartier fällt wegen geringer Nachfrage kleiner aus.

Ihre erste Beteiligung an einer Windkraftanlage und damit ihr bislang größtes Projekt plant derzeit die Energiegenossenschaft Bermeg (BürgerEnergieRheinMain). Anfang Januar habe man einen 8,7-prozentigen Gesellschaftsanteil an der „Windpark Falkenhöhe“ im Schwarzwald erworben, teilte Pressesprecher Jörn Burger mit.

Mit einer Investition von 500 000 Euro handele es sich um das bisher größte Projekt in der Geschichte der Bermeg. Der drei Windräder umfassende Windpark wird in der Nähe der Ortschaft Schramberg (Landkreis Rottweil) entstehen. Die entsprechenden Genehmigungen zum Bau liegen laut Burger vor, so dass der Baubeginn in Kürze bevorstehe. Produktionsstart ist für den 30. Juni 2021 vorgesehen. Mit einer Gesamtleistung von mindestens 10,35 Megawatt könnten von diesem Windpark 5900 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Über das Windpark-Projekt und die Möglichkeit einer Beteiligung informiert die Bermeg in Riedstadt-Goddelau am 7. Februar um 19 Uhr im TSV-Sportheim, Am Hanfgraben 19, sowie in Mörfelden-Walldorf am 13. Februar um 19 Uhr im Bürgerhaus Mörfelden, Westendstraße 60.

Bürger könnten sich an der Finanzierung des Projekts „zu attraktiven Konditionen“ beteiligen. Dieses Angebot sei nicht auf Stammmitglieder der Genossenschaft beschränkt. Die Bermeg nehme gerne neue Mitglieder auf, wobei diese nicht ihren Wohnort am Sitz der Genossenschaft in Mörfelden-Walldorf haben müssten, wie die Bermeg betont.

Wegbereitend ein derartig großes Projekt anzugehen, war die vergangenes Jahr von Bermeg und Energiegenossenschaft Ried eG (EGR) mit Sitz in Riedstadt getroffene Entscheidung, sich zusammenzuschließen.

Indes ist ein anderes großes Bermeg-Projekt nicht ganz so gut verlaufen: Für das geplante Wärmequartier Mörfelden-Walldorf haben sich laut Burger nicht genügend Privathaushalte zur Teilnahme gemeldet. Nun solle es in kleinerem Rahmen starten. Die Stadt wolle öffentliche Gebäude wie Stadthalle, Hort und Feuerwehr daran anschließen. Man konzipiere die Anlage aber so, dass das Netz später noch erweitert werden könne.

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