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An Bahnhöfen sollen mehr Abstellplätze für Fahrräder eingerichtet werden.

Radfahren im Kreis Groß-Gerau

Mehr Komfort für Radfahrer

Das Radwegenetz im Kreis Groß-Gerau wird ausgebaut. Radler sollen schnell und sicher zur Schule und zur Arbeit kommen können.

Das Radroutennetz im Kreis Groß-Gerau für Freizeitradler ist seit gut zehn Jahren ausgewiesen. Nun will der Kreis etwas mehr für die Alltagsnutzer tun – für Menschen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen fahren. Das berichten die Radverkehrsbeauftragte Franziska Knaack und Stephan Both, Fachdienstleiter Regionalentwicklung bei der Kreisverwaltung.

Das Reinheimer Büro Cooperative soll nun ein Radverkehrskonzept entwickeln. Ziel ist, neue Routen auszuweisen, kurze Wege für Radfahrer zwischen Kommunen zu schaffen. Schnell, sicher und komfortabel sollen die Strecken sein.

Neubaugebiete anbinden

Das Radwegenetz soll verdichtet und Neubaugebiete besser angebunden werden. Das gilt vor allem für den Südkreis, wo noch mehr Lücken bestehen als im Nordkreis, sagen die Verwaltungsmitarbeiter. Ein Projekt ist daher zum Beispiel ein neuer Radweg an der Kreisstraße 163 zwischen Biebesheim und Gernsheim, der gemeinsam mit der Firma Merck geplant werden soll.

Nicht immer ist ein solcher Neubau erforderlich. Häufig lässt sich auch durch kurze Lückenschlüsse oder einfache Markierungen die Lage für Radfahrer verbessern. Zum Beispiel an der Bundesstraße 44 in Groß-Gerau, Höhe Woogsdammweg, so Stephan Both. Dort gehe es um ungefähr 50 Meter, die für Radfahrer wenig komfortabel seien. Das Teilstück sei sehr schmal, verlaufe direkt neben dem Grünstreifen. Auf diesem Abschnitt wäre es damit getan, den Weg etwas breiter zu asphaltieren.

Weiteres großes Thema ist das Parken von Fahrrädern – Stichwort Bike and Ride. Abstellplätze wie Stände oder Boxen an öffentlichen Einrichtungen, Schulen und Bahnhöfen müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein. Die Bike-and-Ride-Anlage am Nauheimer Bahnhof etwa soll erweitert werden.

250 000 Euro im Etat

Darüber hinaus sollen sichere Radrouten für Schüler über den Routenplaner im Internet angezeigt werden. Für die Stadt Frankfurt existiere das System bereits, im Kreis Groß-Gerau sei es in Arbeit.

Im Kreisetat stehen für das Radwegenetz für dieses Jahr 250?000 Euro bereit, weiß Stephan Both. Fördermittel wurden für das Projekt ebenfalls beantragt.

Ein Wunschliniennetz liegt bereits vor. Es wurde der Arbeitsgruppe Netzplanung vorgestellt, der Vertreter aus den Kommunen, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, der Straßenbehörde, von Naturschutzbehörde und Forst angehören. Bis Ende März wird das Routennetz weiter mit den Planern abgestimmt, dann soll es auch öffentlich präsentiert werden. (amt.)

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